SV Laufen – Fußballverein in Laufen an der Salzach
Deine SVL-Woche: C-Junioren feiern Kantersieg – Damen mit verdientem Heimsieg
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Laufen. Ein Wochenende mit reichlich Toren, überzeugenden Nachwuchsleistungen, wichtigen Erfolgserlebnissen und bitteren Rückschlägen liegt hinter dem SV Laufen und seinen Spielgemeinschaften. In acht ausgetragenen Begegnungen gelangen den Laufener Mannschaften vier Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Insgesamt fielen dabei 54 Treffer, 28 davon auf Laufener Seite. Besonders die C-Junioren mit einem beeindruckenden 7:0-Auswärtserfolg in Kirchanschöring sowie die beiden E-Jugendmannschaften sorgten für positive Schlagzeilen. Auch die Frauen durften einen verdienten Heimsieg bejubeln. Weniger zufrieden dürfte dagegen die erste Herrenmannschaft sein, die gegen das sieglose Schlusslicht SV Ruhpolding nicht über ein 1:1 hinauskam.
Für die erste Herrenmannschaft des SV Laufen sollte das Heimspiel gegen den SV Ruhpolding eigentlich die erhoffte Trendwende bringen. Nach zuletzt vier sieglosen Begegnungen bot sich gegen den Tabellenletzten die Gelegenheit, wieder dreifach zu punkten und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herzustellen. Doch daraus wurde nichts. Am Ende stand lediglich ein 1:1-Unentschieden, das angesichts der Ausgangslage als Enttäuschung gewertet werden muss. Zwar verhinderten die Salzachstädter eine weitere Niederlage, gegen einen Gegner, der zuvor in neun Spielen nur zwei Punkte gesammelt hatte, waren die Erwartungen jedoch deutlich höher. Besonders ärgerlich ist, dass sich die Mannschaft von Trainer Andreas Brandl trotz ihrer offensiven Qualitäten derzeit zu selten belohnt. Nach zehn Saisonspielen stehen 23 erzielte Treffer und lediglich 18 Gegentore zu Buche – eine positive Tordifferenz von fünf Treffern. Dennoch reicht es bei zwei Siegen, fünf Unentschieden und drei Niederlagen nur zu elf Punkten und Tabellenplatz elf in der Kreisklasse 4. Die Mannschaft ist mittlerweile seit fünf Partien ohne Sieg. Die spielerischen Möglichkeiten sind zweifellos vorhanden, doch die Chancen müssen konsequenter in Punkte umgemünzt werden. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben gilt es vor allem, wieder die nötige Durchschlagskraft und Entschlossenheit zu entwickeln. Bereits am kommenden Samstag wartet mit der SG Chieming/Grabenstätt die nächste anspruchsvolle Auswärtsaufgabe.
Wesentlich erfreulicher verlief das Wochenende für die Frauen der Spielgemeinschaft TSV Fridolfing/SV Laufen. Im Heimspiel gegen die SG SV Neukirchen/FC Hammerau setzte sich die Mannschaft mit 3:1 durch und feierte damit ihren zweiten Saisonsieg. Nach zuletzt durchwachsenen Ergebnissen war dieser Erfolg ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Drei eigene Treffer und lediglich ein Gegentor sprechen für eine erfolgreiche Vorstellung, mit der sich die Spielgemeinschaft drei wertvolle Punkte sichern konnte. Besonders wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass die Mannschaft auch gegen direkte Konkurrentinnen erfolgreich bestehen kann. Mit nun sieben Punkten aus fünf Begegnungen sowie einem Torverhältnis von 8:11 belegen die Frauen den fünften Tabellenplatz in der Kreisliga. Zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen ergeben eine ausgeglichene Bilanz. Der jüngste Erfolg sollte neues Selbstvertrauen geben, um in den kommenden Wochen den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu halten und die eigene Punkteausbeute weiter zu verbessern.
Ein echtes Ausrufezeichen setzten die C-Junioren der SG Laufen/Leobendorf. Beim SV Kirchanschöring, der vor dem Spiel selbst zu den Mannschaften im oberen Tabellenbereich gehörte, gelang ein herausragender 7:0-Auswärtssieg. Damit bestätigte der Laufener Nachwuchs eindrucksvoll seine starke Form und unterstrich die eigenen Ambitionen in der Kreisklasse. Sieben Treffer gegen einen direkten Verfolger sind bereits bemerkenswert, mindestens ebenso beeindruckend ist jedoch die defensive Bilanz. In fünf Saisonspielen musste die Mannschaft bislang lediglich zwei Gegentore hinnehmen. Mit vier Siegen und einem Unentschieden bleibt die Spielgemeinschaft ungeschlagen und steht mit 13 Punkten und einem Torverhältnis von 21:2 auf dem zweiten Tabellenplatz. Besonders der deutliche Erfolg in Kirchanschöring zeigt, dass die Mannschaft derzeit sowohl offensiv als auch defensiv über große Qualität verfügt. Bereits am Freitag steht mit dem Heimspiel gegen Spitzenreiter TSV Siegsdorf ein richtungsweisendes Duell bevor. Die Siegsdorfer liegen mit 15 Punkten nur zwei Zähler vor den Laufenern. Nach dem jüngsten Kantersieg dürfte die Spielgemeinschaft dieser Begegnung mit reichlich Selbstvertrauen entgegenblicken.
Auch die zweite A-Jugend der SG Laufen/Leobendorf konnte ein positives Ergebnis verbuchen. Beim TSV Berchtesgaden erkämpfte sich die als Neunermannschaft gemeldete Spielgemeinschaft ein 2:2-Unentschieden. Gegen die in der Gruppe weit oben angesiedelten Berchtesgadener darf dieses Resultat durchaus als Achtungserfolg gewertet werden. Vier Treffer insgesamt deuten auf eine ausgeglichene Begegnung hin, in der sich beide Mannschaften letztlich die Punkte teilten. Da die Laufener Zweitvertretung außerhalb der offiziellen Wertung antritt, hat das Ergebnis zwar keine Auswirkungen auf die Tabelle, sportlich bleibt das Remis jedoch ein wertvolles Erfolgserlebnis. Es zeigt, dass die Mannschaft auch gegen gut platzierte Gegner konkurrenzfähig ist und auf ihren bisherigen Leistungen aufbauen kann.
Weniger glücklich verlief dagegen der Freitag für die erste D-Jugend der SG Leobendorf/Laufen. Beim SV Kirchanschöring unterlag die Mannschaft knapp mit 2:3 und musste damit auch im vierten Saisonspiel eine Niederlage hinnehmen. Im Vergleich zu den teilweise deutlicheren Rückschlägen der bisherigen Saison lässt das enge Ergebnis dennoch positive Ansätze erkennen. Zwei eigene Treffer zeigen, dass die Mannschaft offensiv Möglichkeiten besitzt, um ihre Gegner unter Druck zu setzen. Entscheidend bleibt allerdings, die defensive Stabilität zu verbessern und über die gesamte Spielzeit konzentriert zu bleiben. Mit bislang fünf erzielten Toren, 14 Gegentreffern und noch keinem Punkt steht die Spielgemeinschaft am Tabellenende der D-Junioren-Kreisklasse. Trotz der schwierigen Ausgangslage sollte das knappe Resultat in Kirchanschöring Mut machen. Die Mannschaft muss nun versuchen, die positiven Ansätze weiterzuentwickeln und sich für ihren Einsatz endlich mit den ersten Punkten zu belohnen.
Einen äußerst schwierigen Vormittag erlebte die zweite D-Jugend der SG Leobendorf/Laufen. Bei der JFG Teisenberg musste sich die Mannschaft deutlich mit 0:14 geschlagen geben. Das Ergebnis spricht eine klare Sprache und verdeutlicht, dass die jungen Laufener in dieser Begegnung gegen einen überlegenen Gegner keine ausreichenden Mittel fanden. Nach fünf Saisonspielen stehen für die zweite D-Jugend drei Punkte und ein Torverhältnis von 4:33 zu Buche. Damit belegt sie Rang sieben in ihrer Achtergruppe. Gerade im Nachwuchsbereich gilt es nach einer solchen Niederlage jedoch, die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten. Wichtig wird sein, Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Zusammenspiel zu entwickeln, die Defensive zu festigen und über kleine Erfolgserlebnisse wieder Selbstvertrauen aufzubauen. Der bisherige Saisonverlauf zeigt, dass noch viel Entwicklungsarbeit vor der Mannschaft liegt.
Für ausgesprochen positive Nachrichten sorgte dagegen die erste E-Jugend des SV Laufen. Beim TSV Tittmoning feierten die jungen Salzachstädter einen torreichen 8:4-Auswärtssieg. Acht eigene Treffer sind eine beeindruckende Offensivleistung und zeigen, welches Potenzial im Laufener Nachwuchs steckt. Die Mannschaft bewies eindrucksvoll, dass sie vor dem gegnerischen Tor erfolgreich agieren und sich für ihre Angriffsbemühungen belohnen kann. Allerdings machen die vier Gegentreffer deutlich, dass neben der offensiven Spielfreude auch weiterhin an der defensiven Absicherung gearbeitet werden muss. Mit neun Punkten aus fünf Begegnungen und einer Bilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen steht die E1 derzeit auf Tabellenplatz vier. Das Torverhältnis von 31:55 verdeutlicht dabei die bislang sehr torreiche, aber auch defensiv anfällige Saison. Der Erfolg in Tittmoning ist deshalb besonders wertvoll, weil er nicht nur drei weitere Punkte brachte, sondern auch das Selbstvertrauen der jungen Mannschaft stärken dürfte.
Nicht weniger erfreulich war der Auftritt der zweiten E-Jugend. Beim TSV Petting II gelang dem SV Laufen II ein überzeugender 5:1-Auswärtserfolg, der vor allem aufgrund der Begleitumstände besondere Anerkennung verdient. Bereits zur Halbzeit führten die Gäste klar mit 4:0 und legten damit früh den Grundstein für den Sieg. Mit sehenswerten Kombinationen, guter Ballkontrolle und einer disziplinierten Mannschaftsleistung bestimmten die Laufener über weite Strecken das Geschehen. Besonders bemerkenswert: Rund 30 Minuten mussten die jungen Salzachstädter in Unterzahl bestehen. Trotz dieser schwierigen Situation ließ sich die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringen, hielt engagiert dagegen und brachte den deutlichen Vorsprung erfolgreich ins Ziel. Dieser Auftritt war deshalb nicht nur spielerisch, sondern vor allem auch im Hinblick auf Einsatzbereitschaft und mannschaftlichen Zusammenhalt ein starkes Zeichen. Mit sieben Punkten aus vier Spielen, zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage sowie einem Torverhältnis von 23:12 belegt die zweite E-Jugend nun den dritten Tabellenplatz. Der Auftritt in Petting macht Lust auf die kommenden Aufgaben.
Unter dem Strich bleibt für den SV Laufen ein abwechslungsreiches Fußballwochenende mit Licht und Schatten. Während die erste Herrenmannschaft weiterhin auf den erhofften Befreiungsschlag wartet und die beiden D-Jugendmannschaften schwierige Aufgaben zu bewältigen haben, liefern vor allem die C-Junioren und die beiden E-Jugendteams überzeugende Argumente für eine positive sportliche Entwicklung. Hinzu kommt der wichtige Heimsieg der Frauen sowie das respektable Unentschieden der zweiten A-Jugend. Die insgesamt vier Siege in acht Partien zeigen, dass im Verein und seinen Spielgemeinschaften reichlich Potenzial vorhanden ist. In den kommenden Wochen wird es darauf ankommen, die positiven Leistungen zu bestätigen, aus den Niederlagen die richtigen Lehren zu ziehen und vor allem bei den Herren wieder mehr Konstanz in die Ergebnisse zu bringen.
Zähes Ringen endet in unnützlichem 1:1
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Laufen: 70 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag Abnutzungskampf pur an der Freilassinger Straße in Laufen. Ein Spiel, das nur selten begeisterte und schlussendlich zwei Mannschaften offenbarte, die an diesem Tag wahrlich kein Siegergen ausstrahlten. So trennten sich der SV Laufen und der SV Ruhpolding völlig gerecht und verdient schiedlich-friedlich mit 1:1. Abstiegsrelegationsplatz gegen direkten Abstiegsplatz – viel anders konnte diese Partie angesichts der tabellarischen Ausgangslage wohl kaum verlaufen und enden. Der SV Ruhpolding konnte mit dieser Punkteteilung deutlich besser leben als der sichtlich angeknockte SV Laufen, doch schlussendlich für beide in dieser Tabellensituation eigentlich unnütz. Beide Mannschaften müssen in den verbleibenden drei Spielen noch einiges drauflegen, um nicht auf eben jenen unliebsamen Tabellenplätzen in die Winterpause gehen und das Fußballjahr beenden zu müssen.
Fünf Minuten waren in Laufen gespielt, als die 70 Zuschauer die erste dicke Tormöglichkeit zu sehen bekamen. Ioannis Koutsaftikis schickte Elias Maier auf der linken Außenbahn durch. Maiers Hereingabe wurde im Zentrum durchgelassen und landete bei Dustin Kurth, der aus aussichtsreicher Position allerdings nur den Pfosten traf. Die heimische Elf aus Laufen konnte sich glücklich schätzen, hier nicht schon früh in Rückstand geraten zu sein. Eine Viertelstunde war gespielt, als auch der Gastgeber erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchte. Nach mehreren Stationen bekam Sebastian Hager das Leder von Florian Ramgraber serviert. Hagers Abschluss verfehlte das Tor jedoch um gut einen Meter. Grundsätzlich hatte in der Anfangsviertelstunde der Gast aus Ruhpolding mehr vom Spiel und versuchte, mit sicheren Ballkombinationen die eigene Sicherheit zu gewinnen und eine gewisse Spielhoheit herzustellen. Der SV Laufen konnte in dieser Phase jedoch das Blatt wenden und sich seinerseits mehrere gute Möglichkeiten herausspielen, die schlussendlich auch zur Führung reichen sollten. In der 19. Minute zeigte die Brandl-Elf den nächsten sehenswerten Spielzug. Sebastian Hagers Hereingabe fand Gabriel Öllerer, der aus kurzer Distanz allerdings ebenfalls nur „Freund Aluminium“ traf. Nur eine Minute später setzte sich Julian Draak durch, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an Xaver Utzinger im Ruhpoldinger Gehäuse. Der Nachschuss von Stephan Kraller rollte am Utzinger-Tor vorbei. Acht Minuten später klingelte es dann aber doch im Kasten der Gäste. Eine schöne Kombination landete bei Sebastian Hager, der in dieser Spielphase regelrecht aufblühte. Hager marschierte einige Meter und lupfte das Leder mit viel Gefühl halbhoch über Ruhpoldings Keeper hinweg zum 1:0 in die Maschen. Wer nun allerdings dachte, der SV Laufen würde mit der Führung im Rücken das Spielgeschehen endgültig an sich reißen, sah sich schnell getäuscht. Der SV Ruhpolding ließ sich vom Rückstand keineswegs aus dem Konzept bringen und machte weiterhin einiges für dieses Kreisklassenmatch. Gleich im Anschluss an Laufens Führung marschierte Frederik Brendel auf der rechten Außenbahn durch. Seine Flanke erreichte Florian Müller, dessen Kopfstoß allerdings zu zentral geriet. Thomas Böhm im Laufener Tor hielt sicher fest. Nach 33 Minuten hätte sich der SV Laufen über den Ausgleich keineswegs beschweren dürfen. Wenige Schritte vor dem Fünfmeterraum bekam Laufens Hintermannschaft das Leder nicht entscheidend geklärt und präsentierte Florian Müller damit eine hundertprozentige Einschussmöglichkeit. Aus kürzester Distanz reagierte jedoch SVL-Keeper Thomas Böhm glänzend und rettete, was noch zu retten war. So blieb den Hausherren die knappe Führung bis zum Pausenpfiff erhalten.
Einen heftigen Nackenschlag mussten die heimischen Laufener, die an diesem Nachmittag in Sachen Präsenz und Konsequenz nicht immer bei hundert Prozent angelangten, bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn hinnehmen. Völlig überrumpelt und allzu sorglos ließ sich die Laufener Hintermannschaft von einem langen Ball aus der Ruhpoldinger Hälfte aushebeln. Rund 25 Meter vor dem eigenen Gehäuse verlor ein Laufener Verteidiger den wohl entscheidenden Zweikampf, sodass Tobias Hipf ungehindert durchmarschieren konnte. Hipf ließ Thomas Böhm keine Abwehrchance und stellte auf 1:1. Ein Treffer, der den Hausherren sichtlich zusetzte und dem bisherigen Spielverlauf durchaus entsprach. Was sich ab diesem Zeitpunkt an der Freilassinger Straße bot, war ein zähes Ringen mit zahlreichen Ballverlusten, individuellen Fehlern auf beiden Seiten und der beinahe verzweifelten Hoffnung auf den berühmten „Lucky Punch“. Spielerische Glanzlichter waren nun Mangelware. Bis weit in die Schlussphase hinein war wenig Erwähnenswertes zu sehen. Beide Mannschaften hatten schier mit sich selbst zu kämpfen und hofften wohl insgeheim, dass zumindest in der eigenen Box nichts Größeres mehr passieren würde. Allerdings agierten beide Teams in der Rückwärtsbewegung immer wieder zu sorglos, um diese Hoffnung tatsächlich untermauern zu können. Es war Abstiegskampf in seiner reinsten Form – viel Kampf, wenig spielerische Klasse und auf beiden Seiten die deutlich erkennbare Angst, den entscheidenden Fehler zu begehen. In der Schlussphase war es dann zunächst der SV Laufen, der doch noch einmal versuchte, den Lucky Punch zu setzen. Julian Draak setzte sich in der 83. Minute auf der rechten Seite durch. Gabriel Öllerer ließ Draaks Hereingabe geschickt passieren, sodass der eingewechselte Bastian Frank an das Leder kam und sich dieses zum Abschluss zurechtlegen konnte. Frank jedoch – wie sollte es an einem derart gebrauchten Nachmittag auch anders laufen – setzte seinen Schuss an den Pfosten. Es war die größte Möglichkeit der Brandl-Elf, dem zähen Ringen doch noch ein glückliches Ende aus Laufener Sicht zu bescheren. Auf der Gegenseite musste der Hausherr weiterhin einige vielversprechende Ansätze der Ruhpoldinger unterbinden, die allerdings mit dem einen Zähler augenscheinlich besser leben konnten und keineswegs mehr das ganz große Risiko suchten. Der Schlussakt dieser wenig begeisternden Kreisklassenpartie war schließlich SVL-Kapitän Maxi Obermayer vorbehalten. Nach einem Freistoß von Julian Draak in der Schlussminute setzte Obermayer seinen Kopfstoß im Fallen am Tor vorbei. Es wäre allerdings auch des Guten zu viel gewesen, hätte dieses Spiel tatsächlich noch einen Sieger gefunden. Zu ähnlich waren die Tagesleistungen der beiden Mannschaften, zu fehlerbehaftet das Auftreten auf beiden Seiten und zu selten war der unbedingte Wille erkennbar, diese Partie mit aller Macht für sich entscheiden zu wollen. Ein Sieger wäre an diesem Nachmittag schlicht nicht verdient gewesen.
Schiedsrichter Christian Scholz, der grundsätzlich eine gute und souveräne Leistung bot, beendete nach vier Minuten Nachspielzeit eine Partie, die wohl keinem der Beteiligten lange in positiver Erinnerung bleiben dürfte. Für den SV Ruhpolding war es ein durchaus brauchbarer Zähler, für den SV Laufen hingegen fühlte sich dieses 1:1 wohl eher wie eine weitere verpasste Gelegenheit im Abstiegskampf an. Und eines dürfte nach diesem Sonntagnachmittag beiden Mannschaften klar sein: Mit derart überschaubaren Leistungen wird es schwer, sich bis zur Winterpause aus den Niederungen der Tabelle zu befreien.
Foto: Zweikampf im Abnutzungskampf zwischen Laufen und Ruhpolding: Florian Ramgraber (in rot für den SV Laufen) und Dustin Kunth (Foto: Zuckschwerdt).
Laufens Erste sucht die Wende
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Laufen: Ein Heimspiel, eine klare Ausgangslage und für die Herrenmannschaft des SV Laufen die Chance, nach einem enttäuschenden Auswärtswochenende wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Am Sonntag, 18. Oktober, gehört die Sportanlage an der Freilassinger Straße ganz den Rot-Weißen. Um 14 Uhr empfängt die erste Mannschaft in der Kreisklasse 4 das sieglose Schlusslicht SV Ruhpolding. Auf dem Papier geht der SV Laufen als Favorit in die Begegnung. Doch gerade nach den jüngsten Rückschlägen ist der Heimspieltag auch eine Frage der richtigen Reaktion.
Für die erste Mannschaft von Trainer Andreas Brandl wird es allmählich Zeit, aus guten Ansätzen wieder drei Punkte zu machen. Nach einem vielversprechenden Saisonstart mit fünf ungeschlagenen Begegnungen ist der SVL inzwischen seit vier Partien ohne Sieg. Auf das deutliche 1:5 gegen die DJK Weildorf folgte die bittere 3:4-Niederlage beim SV Kirchanschöring II, bei der eine komfortable 3:0-Führung noch aus der Hand gegeben wurde. Zwar zeigte Laufen anschließend beim 1:1 gegen Spitzenreiter FC Hammerau eine bemerkenswerte Reaktion, doch der erhoffte Befreiungsschlag blieb auch am vergangenen Samstag aus. Beim Tabellenzweiten TSV Petting unterlag die Brandl-Elf knapp mit 1:2. Die Konsequenz lässt sich an der Tabelle ablesen. Nach neun Spieltagen steht der SV Laufen mit zehn Punkten und einem Torverhältnis von 22:17 auf Rang elf. Die Offensive gehört mit ihren 22 Treffern weiterhin zu den besseren Angriffsreihen der Kreisklasse, doch die Punkteausbeute hält mit dieser Qualität bislang nicht Schritt. Gerade deshalb kommt dem Heimspiel gegen Ruhpolding besondere Bedeutung zu. Die Salzachstädter müssen ihre spielerischen Möglichkeiten endlich wieder in einen Sieg ummünzen, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht weiter zu verlieren. Die Voraussetzungen dafür erscheinen günstig. Der SV Ruhpolding reist als Tabellenletzter nach Laufen und wartet nach neun Begegnungen noch immer auf seinen ersten Saisonsieg. Lediglich zwei Unentschieden stehen sieben Niederlagen gegenüber. Mit 7:25 Toren offenbaren die Gäste sowohl offensiv als auch defensiv erhebliche Probleme. Zuletzt setzte es ein deutliches 0:4 gegen die SG Chieming/Grabenstätt, zuvor hatte Ruhpolding bereits gegen den TSV Fridolfing mit 2:3 verloren. Allerdings sollte sich Laufen vom Tabellenstand nicht täuschen lassen. Dass die Ruhpoldinger auch unangenehm zu bespielen sind, bewiesen sie Ende September beim torlosen Unentschieden gegen den TSV Petting. Für den SVL wird es deshalb darauf ankommen, von Beginn an die Initiative zu übernehmen und den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Gerade gegen eine Mannschaft, die sich über einen Punktgewinn bereits freuen dürfte, sind Geduld, Konzentration und Konsequenz gefragt. Gelingt es den Hausherren, ihre vorhandene Offensivqualität mit größerer defensiver Stabilität zu verbinden, spricht vieles für einen Laufener Erfolg. Doch die vergangenen Wochen haben auch gezeigt, dass Tore allein noch keine Punkte garantieren. Gegen das Schlusslicht zählt deshalb vor allem eines: ein Sieg.
Das geplante Spiel der 2. Mannschaft gegen die Zweitvertretung der DJK Traunstein wurde auf Wunsch der Gäste natürlich sportlich fair verlegt. Neuer Termin ist Dienstag, 27. Oktober.
Starke Teamleistung beim Triumph in Petting
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Laufen/Petting: Starke Teamleistung, taktische Disziplin und jede Menge Kampfgeist. Die U11 des SV Laufen II feierte beim TSV Petting II am 16. Oktober 2026 einen hochverdienten 5:1-Auswärtssieg.
Bereits zur Halbzeit sorgten die Gäste mit einer souveränen 4:0-Führung für klare Verhältnisse. Die jungen Salzachstädter überzeugten mit sehenswertem Kombinationsspiel, großer Ruhe am Ball und einer konsequenten Umsetzung der taktischen Vorgaben.
Besonders beeindruckend: Rund 30 Minuten musste Laufen in Unterzahl bestehen. Doch statt einzubrechen, bewies die Mannschaft echten Charakter, hielt leidenschaftlich dagegen und brachte den verdienten Erfolg souverän ins Ziel.
SV Laufen stellt die Weichen für die Zukunft und für das Jubiläumsjahr
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SV Laufen stellt die Weichen für sein Jubiläumsjahr – Ehrenamt, sportliche Erfolge und neue Gesichter in der Vorstandschaft
Laufen. Ein lebendiges Vereinsleben, großes ehrenamtliches Engagement, wichtige Investitionen in die Zukunft und die Vorfreude auf ein ganz besonderes Jubiläum prägten die Jahreshauptversammlung des SV Laufen. Im vollbesetzten Ruperti-Stüberl des Vereinsheims blickten die Verantwortlichen am 9. Oktober auf zwei ereignisreiche Vereinsjahre zurück. Neben den Berichten aus den verschiedenen Abteilungen standen die Neuwahlen der Vorstandschaft und die Vorbereitungen auf das 100-jährige Vereinsbestehen im Mittelpunkt. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass der traditionsreiche Sportverein weit mehr ist als eine sportliche Heimat: Er ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt Laufen.
Der 1. Vorsitzende Andreas Leistner begrüßte zu Beginn der Versammlung zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste, darunter die 3. Bürgermeisterin Rosemarie Hainz als Vertreterin der Stadt Laufen, Sportreferent Markus Scheurer sowie weitere Mitglieder des Stadtrats. Ein besonderer Gruß galt den anwesenden Ehrenvorständen und Ehrenmitgliedern, namentlich Rupert Putzhammer, Rudi Reimann, Josef Hollinger, Christian Resch und Michael Schumann. Nach dem gemeinsamen Gedenken an die seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorbenen Vereinsmitglieder ließ Leistner die vergangenen beiden Jahre Revue passieren. Dabei hob er besonders die starke Präsenz des SV Laufen im gesellschaftlichen Leben hervor. Ob bei kirchlichen Veranstaltungen, öffentlichen Feierlichkeiten oder den Jubiläumsfesten der Freiwilligen Feuerwehr Leobendorf, des Burschenvereins Laufen und der Stadtkapelle Laufen – der Sportverein zeigte sich stets als engagierter Teil der Gemeinschaft. Zahlreiche Mitglieder beteiligten sich an Festzügen und übernahmen darüber hinaus verschiedene Helferdienste. Für diese Bereitschaft, den Verein auch außerhalb des Sportplatzes zu vertreten, sprach Leistner allen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus. Ein bedeutendes Projekt der vergangenen Monate war die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Vereinsheims, die im Sommer 2026 in Betrieb genommen werden konnte. Mit 23 Solarmodulen, einer Gesamtleistung von 10,5 Kilowattpeak und einem leistungsfähigen Batteriespeicher investierte der Verein gezielt in eine nachhaltige Energieversorgung und die langfristige Senkung seiner Betriebskosten. Die Investition konnte durch Eigenmittel, einen Zuschuss des Bayerischen Landes-Sportverbandes sowie großzügige Spenden regionaler Unternehmen und Banken finanziert werden. Allein durch Spenden kam ein guter Teil der Kosten zusammen und wurde refinanziert. Leistner würdigte die Unterstützung der Geldgeber ebenso wie den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer, ohne die eine Umsetzung in dieser Form kaum möglich gewesen wäre. Besonderes Augenmerk richtete der Vorsitzende auf das bevorstehende 100-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2027. Dieses Ereignis solle nicht nur ein großes Fest werden, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb des Vereins weiter stärken. Leistner appellierte deshalb schon jetzt an alle Mitglieder, sich aktiv in die Vorbereitungen und die Durchführung einzubringen. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung könne nur gelingen, wenn viele helfende Hände gemeinsam anpackten.
Wie weit die Planungen bereits fortgeschritten sind, verdeutlichte anschließend Schriftführer Alexander Kalb in seinem Bericht über die Arbeit des Vereinsausschusses. Das 13-köpfige Gremium hatte sich seit der vergangenen Jahreshauptversammlung im Jahr 2024 in sechs Sitzungen mit zahlreichen organisatorischen, sportlichen und wirtschaftlichen Themen beschäftigt. Dazu gehörten unter anderem die Durchführung von Turnieren und Veranstaltungen, Mitgliederverwaltung, Sponsoring, Materialbeschaffung, die Betreuung des Spielbetriebs sowie die Pflege und Instandhaltung der Sportanlagen. Besonders intensiv beschäftigte sich ein eigens gegründeter Festausschuss mit dem Vereinsjubiläum, das vom 5. bis 9. Mai 2027 gefeiert werden soll. Das zehnköpfige Organisationsteam hat seit August 2025 bereits zwölf Sitzungen abgehalten und ein abwechslungsreiches fünftägiges Festprogramm vorbereitet. Geplant sind unter anderem ein Weinfest, ein Oldtimertreffen am Vatertag, eine 90er-Party und ein großer Festsonntag. Kalb machte deutlich, dass sowohl beim Auf- und Abbau als auch während der Veranstaltungen zahlreiche freiwillige Helfer benötigt werden. Deshalb sollten sich die Mitglieder den Termin frühzeitig vormerken und möglichst auch bei ihrer Urlaubsplanung berücksichtigen.
Auch aus sportlicher Sicht gab es viel zu berichten. Fußballabteilungsleiter Christian Schmidbauer blickte auf wechselhafte Spielzeiten der Herren- und Damenmannschaften zurück. Die erste Herrenmannschaft belegte sowohl in der Saison 2024/25 als auch 2025/26 den siebten Tabellenplatz. Die zweite Mannschaft musste zunächst den Abstieg in die C-Klasse hinnehmen, stabilisierte sich dort jedoch und erreichte in der darauffolgenden Spielzeit den sechsten Rang. Besonders erfreulich verlief der Start in die aktuelle Saison 2026/27, in der die zweite Mannschaft nach sechs Begegnungen mit 16 Punkten die Tabellenspitze anführt. Die erste Mannschaft rangiert nach acht Spielen im Tabellenmittelfeld beziehungsweise der unteren Tabellenhälfte. Die Damen-Spielgemeinschaft mit dem TSV Fridolfing konnte sich in der Kreisliga behaupten und startete mit einem neu zusammengestellten Trainerteam in die laufende Saison. Schmidbauer betonte allerdings, dass sich der Wert eines Sportvereins nicht allein an Tabellenplätzen messen lasse. Der Fußballplatz sei auch ein wichtiger Treffpunkt für Menschen verschiedener Generationen. Besonders erfreulich sei deshalb das weiterhin große Zuschauerinteresse. Ein persönliches Anliegen bleibe ihm die Öffentlichkeitsarbeit, für die er sich seit vielen Jahren engagiert. Sein Dank galt den Trainern, Betreuern, Spielern, Sponsoren und allen Helfern, insbesondere dem Kiosk-Team und den beiden Platzwarten. Schmidbauer erklärte zugleich seine Bereitschaft, die Fußballabteilung auch in den kommenden Jahren weiterzuführen und die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen.
Von einer insgesamt positiven Entwicklung im Nachwuchsbereich berichtete Jugendleiter Stephan Wendelberger. Zu den sportlichen Höhepunkten zählten die Erfolge der D1-Junioren, die in der Saison 2024/25 nicht nur ihre Rückrunde als Tabellenführer abschlossen, sondern auch den Libella-Cup und den Sparkassenpokal gewinnen konnten. Auch die B-Junioren überzeugten mit einem ersten Platz in der Rückrunde. In der darauffolgenden Saison erreichten die C1-Junioren den zweiten Platz in der Kreisklasse und wurden ebenfalls Zweiter im Sparkassenpokal. Die A-Junioren schafften nach einer starken Hinrunde den Sprung in die Kreisklasse, mussten dort allerdings auch schwierige Erfahrungen sammeln. Neben dem sportlichen Wettbewerb stehe vor allem bei den jüngsten Nachwuchskickern die Freude an Bewegung und Gemeinschaft im Vordergrund. Veranstaltungen wie das Stadionfest, Jugendturniere, Schnuppertrainings und das Ostercamp mit „Kick & Fun“ hätten das Vereinsleben zusätzlich bereichert. Für die Zukunft möchte Wendelberger ein einheitliches Trainingskonzept mit den lizenzierten Jugendtrainer entwickeln und etablieren, den Kinder- und Jugendschutz weiter stärken und zusätzliche Trainer und Betreuer gewinnen. Dabei seien nicht unbedingt fußballerische Vorkenntnisse oder Trainerscheine entscheidend, sondern vor allem Freude am Umgang mit Kindern, Geduld und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Auch ein besonderes Jugendturnier im Rahmen des Vereinsjubiläums ist bereits vorgesehen.
Erfreuliche Nachrichten kamen ebenso aus der Bogensportabteilung. Abteilungsleiter Ralph Huber berichtete von einer positiven Mitgliederentwicklung und bemerkenswerten sportlichen Leistungen. Mittlerweile gehören der Abteilung rund 70 Mitglieder an, von denen etwa 25 regelmäßig aktiv am Schießbetrieb teilnehmen. Mit Tibor Horvat gelang 2024 erstmals einem Laufener Bogenschützen die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft. In den Folgejahren konnten weitere Erfolge auf Gau-, Bezirks- und Landesebene gefeiert werden. Sepp Maier vertrat den SV Laufen sowohl 2025 als auch 2026 bei den Deutschen Meisterschaften im Freien. Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme an den „Finals 2025“ in Dresden. Auch im Ligabetrieb haben sich die Bogenschützen etabliert. Drei Mannschaften vertreten mittlerweile die Farben des SV Laufen. Die erste Mannschaft erreichte in der Bezirksliga Oberbayern zweimal hintereinander den zweiten Tabellenplatz und strebt künftig den Aufstieg in die Oberliga Südost an. Daneben setzt die Abteilung verstärkt auf Nachwuchsförderung, qualifiziertes Training und moderne Trainingsmethoden. Der eigene Bogenschießplatz mit Vereinshütte habe sich zudem zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, an dem neben dem Sport auch die Kameradschaft gepflegt werde. Huber zeigte sich überzeugt, dass die gute Gemeinschaft und die sportlichen Erfolge eine hervorragende Grundlage für die weitere Entwicklung bilden.
Einen erfreulichen, zugleich aber auch nachdenklich stimmenden Einblick in die wirtschaftliche Situation des Vereins gewährte Kassier Rupert Putzhammer. Sein Bericht über die zurückliegenden Geschäftsjahre zeigte, dass der SV Laufen trotz gestiegener finanzieller Anforderungen insgesamt solide aufgestellt ist. Nach einem wirtschaftlich schwierigeren Geschäftsjahr konnte zuletzt wieder ein erfreulicher Abschluss erzielt werden. Wesentliche Grundlagen dafür bildeten die Mitgliedsbeiträge, die Unterstützung durch Sponsoren und Spender sowie die Einnahmen aus dem Kiosk- und Werbebereich. Positiv entwickelte sich zudem der Abbau bestehender Darlehensverpflichtungen. Gleichzeitig machte der Kassenbericht deutlich, wie stark die finanziellen Belastungen für einen Sportverein mittlerweile geworden sind. Besonders der laufende Spiel- und Trainingsbetrieb verursacht erhebliche Kosten. Kritisch betrachtet wurden dabei auch die hohen Abgaben an übergeordnete Sportverbände, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die notwendigen Mittel an der Vereinsbasis durch Mitgliedsbeiträge, Veranstaltungen, Sponsoren und viel ehrenamtliche Arbeit erwirtschaftet werden müssen. Hier stelle sich durchaus die Frage nach einem angemessenen Verhältnis zwischen finanzieller Belastung und den Leistungen der Verbände. Umso wichtiger bleiben eine verantwortungsvolle Haushaltsführung sowie die Unterstützung durch die gesamte Vereinsgemeinschaft.
Im Anschluss bestätigte Kassenprüfer Ottmar Scheurer dem Kassier eine einwandfreie und vorbildliche Kassenführung. Auf Antrag von Peter Schuster wurde die Vorstandschaft von der Versammlung einstimmig entlastet. Für die Stadt Laufen überbrachte die 3. Bürgermeisterin Rosemarie Hainz die Grüße des 1. Bürgermeisters Christian Burr. In ihrem Grußwort würdigte sie das lebendige Vereinsleben und das große Engagement der Mitglieder, die mit ihrem Einsatz das gesellschaftliche Miteinander in der Stadt wesentlich bereicherten. Unter dem Motto „Wer rastet, der rostet“ machte sie deutlich, dass dieser Grundsatz nicht nur für den Sport, sondern für die gesamte Gesellschaft gelte. Man dürfe sich nicht auf bereits Erreichtem ausruhen, sondern müsse immer wieder neue Ziele verfolgen. Dies gelte in besonderem Maße für die ehrenamtliche Arbeit. Hainz appellierte deshalb an alle Anwesenden, sich weiterhin aktiv im Verein und in der städtischen Gemeinschaft einzubringen. Nur durch gemeinsames Engagement könne ein lebendiges und wertvolles Miteinander entstehen.
Unter der Leitung der 3. Bürgermeisterin fanden anschließend die Neuwahlen der Vorstandschaft und des Vereinsausschusses statt. Wie bereits zu Beginn der Versammlung angekündigt, ergaben sich dabei einige personelle Veränderungen. Der bisherige 2. Vorsitzende Helmuth Putzhammer und der 3. Vorsitzende Florian Kalb stellten sich aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Andreas Leistner dankte beiden ausdrücklich für ihre langjährige Arbeit und die Verdienste um den Verein. An der Spitze des SV Laufen bleibt weiterhin Andreas Leistner als 1. Vorsitzender. Ihm stehen künftig Alexander Kalb als 2. Vorsitzender und Maximilian Schmidt als 3. Vorsitzender zur Seite. Das Amt des Kassiers führt unverändert Rupert Putzhammer aus. Mit David Feil übernimmt ein neues Gesicht die Schriftführung. Auch in den Abteilungen setzt der Verein auf Kontinuität: Christian Schmidbauer bleibt für den Fußball verantwortlich, Ralph Huber führt weiterhin die Bogensportabteilung und Stephan Wendelberger bleibt Jugendleiter. Josef Hollinger übernimmt unverändert die Aufgaben des Technischen Leiters. Dem Vereinsausschuss gehören darüber hinaus Ottmar Scheurer als Kassenprüfer, Bernhard Geiselbrechtiger als Vertreter der Alten Herren, Robert Speigl für den Bereich Sponsoring sowie Maxi Obermayer, Thomas Streitwieser junior und Markus Scholtes an. Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig. Die neue Führungsmannschaft wurde für die vorgesehene Amtsperiode von 2026 bis 2028 gewählt. Besonders erfreulich sei, so Leistner, dass sich auch jüngere Mitglieder bereit erklärt hätten, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft des Vereins aktiv mitzugestalten.
Zum Abschluss der Versammlung fanden zahlreiche Ehrungen langjähriger und verdienter Vereinsmitglieder statt, über die gesondert berichtet wird.
Die Jahreshauptversammlung zeigte eindrucksvoll, dass der SV Laufen sportlich, organisatorisch und gesellschaftlich auf einer breiten Basis steht. Trotz wachsender Herausforderungen ist die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, ungebrochen. Der Dank des Vorsitzenden galt daher allen Vorstands- und Ausschussmitgliedern, Trainern, Betreuern, Platzwarten, Kioskhelfern, Eltern, Sponsoren und treuen Zuschauern, die das Vereinsleben Jahr für Jahr mitgestalten. Mit einer neu aufgestellten Vorstandschaft, zahlreichen engagierten Ehrenamtlichen und dem bevorstehenden 100-jährigen Jubiläum blickt der SV Laufen zuversichtlich auf ein besonderes Jahr 2027. Eines wurde an diesem Abend besonders deutlich: Die größte Stärke des Vereins liegt nicht allein in seinen sportlichen Leistungen, sondern vor allem in den Menschen, die sich mit Herzblut für ihn einsetzen.