SV Laufen – Fußballverein in Laufen an der Salzach
Deine SVL-Woche: Eindrucksvoller Traumstart der Zweiten
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Laufen: Der SV Laufen hat eine Fußballwoche erlebt, die kaum unterschiedlicher hätte verlaufen können. Während die zweite Herrenmannschaft ihren Traumstart eindrucksvoll fortsetzte und innerhalb weniger Tage gleich zwei Siege nachlegte, musste die Erste trotz einer deutlichen Leistungssteigerung den nächsten Rückschlag hinnehmen. Dazu kamen zahlreiche Einsätze der Nachwuchsmannschaften und ein schwieriger Auswärtstag für die Frauen-Spielgemeinschaft. Vom 21. bis 27. September war bei den Rot-Weißen damit einiges geboten – zwischen Tabellenführung, Torfestival und bitteren Momenten.
Den sportlich stärksten Eindruck hinterließ einmal mehr die zweite Herrenmannschaft. Bereits am Dienstagabend setzte der SVL II im Nachholspiel gegen die DJK Nußdorf II ein deutliches Ausrufezeichen. Mit 5:0 fegte Laufen über den Gegner hinweg und untermauerte damit seine starke Frühform. Nach vier Partien standen zehn Punkte und 14:2 Tore zu Buche – eine Bilanz, die die Mannschaft als Tabellenführer zum Spitzenspiel nach Surberg reisen ließ.
Dort wartete am Samstag die bis dahin nur einen Punkt zurückliegende Reserve des SV Surberg. Und die Laufener bestanden auch diesen Härtetest. Mit einem 2:1-Auswärtssieg nahm die Zweite die nächsten drei Zähler mit nach Hause und verschaffte sich an der Spitze erstmals etwas Luft. Nach fünf Spielen ist der SVL II weiterhin ungeschlagen, hat vier Siege und ein Remis gesammelt und steht nun bei starken 13 Punkten sowie 16:3 Toren. Der Vorsprung auf die ersten Verfolger beträgt vier Zähler. Aus einer gelungenen Anfangsphase der Saison ist damit längst ein echter Lauf geworden.
Anders stellte sich die Situation für die erste Mannschaft dar. Nach fünf ungeschlagenen Ligaspielen hatte das deutliche 1:5 gegen die DJK Weildorf am vorherigen Wochenende erstmals einen empfindlichen Dämpfer bedeutet. Die Antwort darauf sollte am Samstag beim SV Kirchanschöring II folgen. Beide Teams waren mit jeweils neun Punkten in die Begegnung gegangen, Laufen allerdings mit der deutlich besseren Torausbeute. Es war also ein Duell auf Augenhöhe – und genau das spiegelte sich auch auf dem Platz wider.
Was folgte, war ein Spiel mit offenem Visier: sieben Tore, reichlich Bewegung auf der Anzeigetafel und am Ende erneut ein bitterer Ausgang aus Laufener Sicht. Mit 3:4 musste sich der SVL geschlagen geben. Bemerkenswert dabei: Schon in der vergangenen Saison hatte Laufen auswärts bei Kirchanschörings Reserve eine spektakuläre Partie mit 3:4 verloren. Diesmal war die Niederlage nicht weniger schmerzhaft. Nach sieben Spielen steht die Erste bei zwei Siegen, drei Unentschieden und nun zwei Niederlagen. Mit 20 erzielten Treffern besitzt die Mannschaft weiterhin reichlich Offensivqualität, doch 14 Gegentore und neun Punkte bedeuten aktuell Rang acht.
Damit zeigt sich nach einem vielversprechenden Saisonstart erstmals eine kleine Delle. Noch vor gut einer Woche war Laufen ungeschlagen, nun stehen zwei Niederlagen in Folge zu Buche. Dass die Mannschaft nach dem 1:5 gegen Weildorf in Kirchanschöring wieder dreimal traf und sich bis zum Ende im Spiel hielt, darf dabei durchaus als Reaktion gewertet werden. Punkte brachte diese allerdings nicht. Und leichter wird die Aufgabe nicht: Am kommenden Wochenende wartet mit dem FC Hammerau eines der Spitzenteams der Kreisklasse 4.
Auch bei den Frauen der Spielgemeinschaft TSV Fridolfing/SV Laufen riss am Samstag eine Serie. Nach vier Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen ging es zum TSV Obertaufkirchen. Dort setzte es beim 1:4 die erste Niederlage der noch jungen Kreisliga-Saison. Die Spielgemeinschaft steht damit nach drei Begegnungen bei vier Punkten und 5:6 Toren auf Rang vier. Obertaufkirchen schob sich durch den Erfolg an den Laufenerinnen vorbei auf Platz drei.
Richtig Betrieb herrschte unterdessen erneut im Nachwuchsbereich. Schon am Freitag waren gleich mehrere Spielgemeinschaften mit Laufener Beteiligung gefordert: Die D1 der SG Leobendorf/Laufen empfing Kay/Tittmoning und unterlag, die D2 bekam es mit Saaldorf/Surheim II zu tun und musste sich ebenfalls geschlagen geben, Laufens E-Junioren gastierten bei der DJK Otting und kassierte eine Kanterniederlage und die zweite U19-Spielgemeinschaft trat am Abend in Ruhpolding an und holte sich den Sieg. Am Samstag ging es nahezu nahtlos weiter. Die E2 war beim BSC Surheim II gefordert und feierte einen Kantersieg, die F-Junioren nahmen erfolgreich am Kinderfestival in Anger teil und die U15 der SG Laufen/Leobendorf reiste zum TuS Traunreut und siegte klar mit 5:0. Der volle Spielplan unterstrich einmal mehr, wie breit der SVL gemeinsam mit seinen Partnervereinen im Nachwuchs aufgestellt ist.
So bleibt nach dieser Septemberwoche vor allem ein geteiltes Bild. Die Zweite marschiert weiter, gewinnt erst deutlich und besteht anschließend auch beim direkten Konkurrenten – 13 Punkte aus fünf Spielen und nur drei Gegentreffer sind eine Ansage an die C-Klasse 7. Die Erste dagegen muss nach ihrem starken Saisonauftakt erstmals zeigen, wie sie mit einer schwierigeren Phase umgeht. Zwei Niederlagen ändern nichts am offensiven Potenzial, erhöhen aber den Druck vor den kommenden Aufgaben.
Und genau darin liegt die Spannung für den SV Laufen: Während die Reserve derzeit von Sieg zu Sieg eilt und sich an der Tabellenspitze festsetzt, sucht die Erste nach dem Weg zurück in die Erfolgsspur. Ende September ist noch nichts entschieden. Aber diese Woche hat deutlich gemacht, wohin die Reise gehen könnte – und welche Mannschaft derzeit den kräftigsten Rückenwind besitzt.
Herzlichen Dank an die Sparda Bank Freilassing
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Herzlichen Dank an die Sparda-Bank Freilassing!
Der SV Laufen bedankt sich ganz herzlich bei der Sparda-Bank Freilassing für die großzügige Spende in Höhe von 1.000 Euro. Die Unterstützung fließt vollständig in die Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage auf unserem Vereinsheim. Damit können wir einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen und künftig einen Teil unseres Energiebedarfs umweltfreundlich selbst erzeugen.
Ein herzliches Dankeschön an die Sparda-Bank Freilassing für die Unterstützung unseres Vereins und das Engagement für die Region!
Herzlich willkommen, Raphael Öllerer
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Spektakel in Kirchanschöring – Laufen geht trotz drei Auswärtstoren leer aus
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Der 7. Spieltag der Kreisklasse 4 hatte einiges zu bieten: Tabellenführer FC Hammerau behauptete seine Spitzenposition, Verfolger TSV Petting ließ erstmals mit einem torlosen Remis Punkte liegen – und der SV Laufen lieferte sich beim SV Kirchanschöring II das torreichste und zugleich bitterste Duell des Wochenendes. Trotz dreier eigener Treffer musste sich der SVL mit 3:4 geschlagen geben und verpasste damit den Sprung in die obere Tabellenhälfte.
Im Mittelpunkt des Spieltags stand aus Laufener Sicht das Gastspiel beim SV Kirchanschöring II. Sieben Treffer bekamen die Zuschauer zu sehen, am Ende jedoch stand für den SV Laufen eine ebenso knappe wie schmerzhafte 3:4-Niederlage. Offensiv zeigte die Mannschaft erneut, dass sie jederzeit für Tore gut ist, doch diesmal reichten selbst drei Auswärtstreffer nicht zu einem Punktgewinn. Nach sieben Partien weist Laufen nun 20:14 Tore und neun Zähler auf und rangiert auf Platz acht. Bemerkenswert bleibt damit vor allem die Offensivbilanz: Unter den Mannschaften der erweiterten Verfolgergruppe hat der SVL eine der gefährlicheren Angriffsreihen, gleichzeitig verhinderten vier Gegentreffer in Kirchanschöring eine bessere Ausbeute. Die Gastgeber nutzten den Erfolg dagegen zum Sprung auf Rang vier und stehen nun bei zwölf Punkten.
An der Spitze ließ sich der FC Hammerau auch am siebten Spieltag nicht aus dem Tritt bringen. Gegen die SG Chieming/Grabenstätt setzte sich der Tabellenführer mit 2:1 durch und schraubte sein Konto auf 18 Punkte. Sechs Siege aus sieben Spielen sowie ein Torverhältnis von 24:6 unterstreichen den starken Saisonstart. Dahinter musste der TSV Petting beim 0:0 gegen Schlusslicht SV Ruhpolding erstmals seit längerem Federn lassen. Mit 16 Punkten bleibt Petting allerdings erster Hammerau-Verfolger. Die SG Schönau bestätigte derweil mit einem 2:0 bei der SG Übersee/Grassau ihre gute Form und hält mit 14 Zählern den dritten Rang.
Auch im Tabellenmittelfeld ging es eng zu. Der SV Leobendorf landete mit dem 3:1 bei der DJK Weildorf einen wichtigen Auswärtssieg und rückte auf zehn Punkte vor. Ebenfalls einen Dreier verbuchte der TSV Bergen: Beim TSV Fridolfing gewann Bergen mit 3:1 und verschaffte sich damit etwas Luft nach unten. Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich die SG Inzell/Weißbach und der TSV 1862 Bad Reichenhall. Nach sechs Treffern stand ein 3:3, mit dem beide Mannschaften zumindest einen Zähler auf ihr Konto brachten.
Für den SV Laufen bleibt nach dem spektakulären 3:4 dagegen vor allem die Erkenntnis, dass zwischen einem Platz im vorderen Drittel und einem Rang im dicht gedrängten Mittelfeld derzeit nur Kleinigkeiten liegen. Umso interessanter wird die nächste Aufgabe: Am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr empfängt Laufen ausgerechnet Spitzenreiter FC Hammerau an der Freilassinger Straße. Nach dem offensiv mutigen, aber unbelohnten Auftritt in Kirchanschöring bietet sich dem SVL damit sofort die Gelegenheit zur Reaktion – und zugleich die Chance, dem bislang dominierenden Team der Kreisklasse 4 ein Bein zu stellen.
Später Wendelberger-Coup: Laufen II verteidigt die Spitze
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Surberg/Laufen: Der SV Laufen II bleibt in der C-Klasse 7 das Maß der Dinge. Im Spitzenspiel beim SV Surberg II musste der Tabellenführer zunächst einen Rückstand verkraften, schlug jedoch kurz vor der Pause zurück und entschied die umkämpfte Partie durch einen außergewöhnlichen Freistoß von Lucas Wendelberger in der Schlussphase mit 2:1 für sich. Damit verteidigen die Laufener ihre Spitzenposition und bleiben weiterhin ungeschlagen.
Das Spitzenspiel der C-Klasse 7 zwischen dem SV Surberg II und dem SV Laufen II war zwar kein fußballerischer Leckerbissen, bot den knapp 90 Zuschauern bei angenehmen Fußballtemperaturen aber reichlich Spannung, einige diskussionswürdige Szenen und trotz aller Intensität einen insgesamt fairen Umgang miteinander. Die Mannschaft von Surbergs Trainer Billinger erwischte dabei den besseren Start. Bereits nach drei Minuten landete der Ball bei Agron Daljipi, der ins Zentrum flankte. Dort drehte sich Andreas Zenz, einer der auffälligsten Akteure der Hausherren, geschickt um seinen Gegenspieler, verzog seinen Abschluss jedoch deutlich. Die erste Viertelstunde gehörte weitgehend den Gastgebern, die unter der Surberger Sonne zunächst das Spieltempo bestimmten. In der 22. Minute gelang dem SVS schließlich die Führung – allerdings unter durchaus strittigen Umständen. Über die rechte Seite setzte sich Surberg durch, wobei der Ball aus Laufener Sicht bereits die Torauslinie überschritten hatte. Ein Pfiff von Schiedsrichter Paul Hennig blieb jedoch aus, die Partie lief weiter und Daljipi vollendete zum 1:0. Die Proteste der Gäste änderten an der Entscheidung nichts. Für Laufen kam es anschließend noch bitterer: Bastian Frank und Patrick Heinrich mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Beiden Akteuren wünschen wir an dieser Stelle gute und schnelle Genesung. Surberg blieb zunächst gefährlicher. In der 40. Minute wurde Zenz auf der linken Seite in Szene gesetzt und drang aus spitzem Winkel in den Strafraum ein. Sein Abschluss wurde jedoch vom glänzend reagierenden Adrian Braunsperger im Laufener Tor pariert. Kurz vor der Pause meldete sich der Tabellenführer dann eindrucksvoll zurück. Denis Lohwieser setzte sich auf der linken Seite trotz energischer Gegenwehr durch und legte den Ball in den Rückraum zu David Cienskowski. Dieser nahm Maß und überraschte SVS-Keeper Matthias Baumgartner mit seinem Abschluss. Der Ball senkte sich über den Torhüter hinweg ins Netz – 1:1. Und beinahe hätte Laufen die Partie noch vor dem Seitenwechsel komplett gedreht. In der Nachspielzeit zirkelte Lohwieser einen Freistoß aus gut 25 Metern an der Mauer vorbei. Baumgartner tauchte jedoch rechtzeitig ab und verhinderte mit seiner Parade den Laufener Führungstreffer.
Der SV Laufen II war damit endgültig in der Partie angekommen – und zeigte nach dem Seitenwechsel zunehmend, warum die Mannschaft an der Tabellenspitze der C-Klasse 7 steht. Im zweiten Durchgang übernahmen die Gäste phasenweise die Kontrolle. Vor allem in den ersten 15 Minuten nach Wiederbeginn versuchte es Laufen mehrfach aus der Distanz, die Abschlüsse verfehlten das Surberger Gehäuse allerdings noch deutlich. Doch auch die Hausherren blieben offensiv aktiv. In der 68. Minute sorgte eine Grätsche gegen Zenz erneut für Diskussionen. Der Laufener Akteur sah für das Einsteigen die Gelbe Karte – eine Entscheidung, bei der die Gastgeber angesichts der Intensität des Zweikampfs durchaus auf eine härtere Bestrafung gehofft hatten. Den anschließenden Freistoß brachte Bruno Gneuß gefährlich auf das Tor, setzte den Ball jedoch knapp über die Querlatte. Mit zunehmender Spielzeit deutete vieles auf eine Punkteteilung hin. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, klare Torchancen wurden seltener. Doch dann schlug der Tabellenführer noch einmal zu. In der 86. Minute hatte Lucas Wendelberger die entscheidende Idee. Von der rechten Außenbahn trat er aus gut 40 Metern einen Freistoß hoch in Richtung Surberger Strafraum. Der Ball setzte vor dem Tor auf und entwickelte dadurch eine neue Flugbahn. Für Baumgartner wurde die Situation zum Albtraum: Das Leder sprang über seine Hände hinweg und landete im Netz – 2:1 für den SV Laufen II. Ein kurioser Treffer, der zugleich die Entscheidung bedeutete.
Der SV Laufen II entführte damit drei wichtige Punkte aus Surberg und entschied das Spitzenspiel trotz zwischenzeitlichen Rückstands für sich. Mit dem Erfolg verteidigt Laufen nicht nur die Tabellenführung in der C-Klasse 7, sondern bleibt auch weiterhin ungeschlagen. Surberg dagegen lieferte dem Spitzenreiter über weite Strecken einen intensiven Kampf, musste sich am Ende aber einem späten Geniestreich geschlagen geben.
Kirchanschöring entreißt Laufen einen sicher geglaubten Sieg
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Kirchanschöring/Laufen. 60 Minuten lang sah der SV Laufen beim SV Kirchanschöring II wie der sichere Sieger aus. Nach einer konzentrierten Vorstellung und einer 3:0-Führung deutete alles auf einen Auswärtserfolg der Salzachstädter hin. Doch dann kippte eine bis dahin kontrollierte Kreisklassenpartie innerhalb kürzester Zeit völlig. Angeführt vom eingewechselten Ex-Laufener Maximilian Strang starteten die Hausherren eine furiose Aufholjagd – und vollendeten in der Nachspielzeit ein kaum noch für möglich gehaltenes Comeback zum 4:3.
Vor 100 Zuschauern in Kirchanschöring gehörte die erste Torchance zunächst den Hausherren. Nach sieben Minuten kam das Leder zu Lukas Birner, dessen frühen Abschluss Laufens Torhüter Thomas Böhm jedoch glänzend entschärfte. In der Folge entwickelte sich zunächst eine zähe Anfangsphase, in der beide Mannschaften kaum offensive Höhepunkte setzen konnten. Mit zunehmender Spieldauer fand der SV Laufen allerdings besser in die Begegnung. Die Salzachstädter verzeichneten zwei, drei vielversprechende Offensivaktionen und beschäftigten die Defensive des SVK zunehmend. Insgesamt hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Brandl die Kreisklassenpartie bis zur Pause weitgehend unter Kontrolle. In der 26. Minute schlugen die Gäste erstmals zu. Ein weiter Abschlag von Torhüter Böhm wurde gleich zweimal per Kopf verlängert und landete schließlich beim durchgestarteten Gabriel Öllerer. Der Angreifer fackelte nicht lange, zog scharf ab und traf ins kurze Eck zur 1:0-Führung für den SV Laufen. Eine gefährliche Situation hatten die Gäste in der 34. Minute zu überstehen. Zunächst lenkte Böhm den Ball über die Querlatte, anschließend sorgte auch der folgende Eckstoß für Gefahr. Micah Roper nahm aus der Distanz Maß, traf allerdings nur das Außennetz. Vier Minuten später war wieder der SV Laufen an der Reihe – und diesmal erneut mit Erfolg. Stephan Kraller schlug den Ball aus der eigenen Hälfte auf die rechte Außenbahn, wo Sebastian Hager Fahrt aufnahm. Der Laufener Angreifer hätte durchaus selbst abschließen können, bewies jedoch Übersicht, wartete auf seinen mitgelaufenen Sturmpartner Gabriel Öllerer und legte diesem den Ball mustergültig auf. Öllerer ließ sich nicht zweimal bitten und vollendete zum 2:0. Noch vor der Pause musste der SV Laufen allerdings zwei bittere personelle Rückschläge hinnehmen. In der 43. Minute waren Trainer Andreas Brandl gleich zwei verletzungsbedingte Wechsel aufgezwungen. An dieser Stelle: Gute Besserung an Yasin Brundu und Maximilian Weber!
Die vermeintliche Vorentscheidung fiel in der 57. Minute. Gabriel Öllerer setzte sich an der Torauslinie mit großem Einsatz durch und bediente diesmal seinerseits den freistehenden Sebastian Hager. Der Angreifer nahm die Vorlage dankend an und jagte den Ball unter die Querlatte – 3:0 für den SV Laufen. Zu diesem Zeitpunkt sprach kaum etwas dafür, dass diese Partie noch einmal ernsthaft spannend werden könnte. Doch nur drei Minuten später begann eine Aufholjagd, die das Spiel komplett auf den Kopf stellen sollte. Gabriel Mühlbacher drang in der 60. Minute in den Laufener Strafraum ein und arbeitete sich beinahe bis zur Torauslinie vor. Bei seinem anschließenden Abschluss bekam der einrutschende Stephan Kraller den Ball an den Ellenbogen. Schiedsrichter Dominik Petzke vom BSC Surheim entschied auf Strafstoß. Der zur Pause eingewechselte Ex-Laufener Maximilian Strang übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:3. Und nur eine Minute später war Strang erneut zur Stelle. Nach einem Fehlpass eines Laufener Außenverteidigers schaltete der Offensivmann am schnellsten, spritzte dazwischen und vollendete zum 2:3. Binnen einer einzigen Zeigerumdrehung war aus einer komfortablen Laufener Führung plötzlich wieder ein völlig offenes Fußballspiel geworden. Kirchanschöring witterte nun seine Chance und erhöhte den Druck massiv. Der SV Laufen sah sich zunehmend in die eigene Defensive gedrängt und musste sich gegen die teilweise wütenden Angriffe der Hausherren stemmen. Dennoch bot sich den Gästen in der 70. Minute die große Gelegenheit, dem Anschöringer Aufbäumen ein Ende zu setzen. Julian Draak brach über die linke Seite durch und lief auf das Tor zu. Mit dem Außenrist wollte der Flügelspieler die vielversprechende Situation veredeln, verzog seinen Abschluss jedoch deutlich. Eine Chance, die sich noch bitter rächen sollte. In der 81. Minute schlug Kirchanschöring einen langen Ball in die Spitze. Maximilian Strang setzte sich gegen den letzten Laufener Verteidiger durch und ließ Böhm mit seinem Abschluss keine Abwehrmöglichkeit – 3:3. Das Momentum lag nun endgültig aufseiten der Hausherren. Bereits fünf Minuten später hätte der SVK die Partie komplett drehen können. Erneut segelte ein Ball in Richtung Strang, diesmal behielt jedoch Thomas Böhm die Oberhand und verhinderte mit seiner Parade zunächst den vierten Gegentreffer. Kirchanschöring II war in dieser Phase dem Sieg deutlich näher, während der SV Laufen mit allen verfügbaren Kräften versuchte, wenigstens einen Punkt über die Zeit zu retten. Und doch bekamen die Gäste in der Schlussminute noch einmal die Möglichkeit, selbst für den entscheidenden Moment zu sorgen. Eine Schussflanke von Julian Draak prallte im Kirchanschöringer Strafraum verdächtig an die Hand eines SVK-Spielers. Die Laufener forderten Strafstoß, doch Schiedsrichter Dominik Petzke winkte sofort ab. Dann folgte die Nachspielzeit – und mit ihr der endgültige Laufener Tiefschlag. In der vierminütigen Zugabe brachte Kirchanschöring noch einmal einen langen Ball aus dem Mittelfeld nach vorne. Bereits dessen Entstehung verteidigte der SV Laufen nicht konsequent genug. Gabriel Mühlbacher, der sich nach der Pause deutlich gesteigert zeigte, nahm die Situation auf und setzte sich über die linke Seite durch. Seine Hereingabe fand den einlaufenden Christopher Weiß, der den Ball zum viel umjubelten 4:3 im Tor unterbrachte. Das Kirchanschöringer Comeback war perfekt.
Ein Spiel, das Laufen niemals verlieren darf. Für den SV Laufen blieb nach dem Schlusspfiff kaum mehr als Fassungslosigkeit. Rund eine Stunde lang hatten die Salzachstädter eine starke Auswärtspartie gezeigt, kontrolliert agiert und sich eine scheinbar komfortable 3:0-Führung herausgespielt. Innerhalb einer guten halben Stunde aber entglitt der Mannschaft ein Spiel, das längst auf die Laufener Seite gekippt schien. Gerade deshalb dürfte diese Niederlage besonders schmerzen. Über weite Strecken hatten Mannschaft und mitgereiste Anhänger allen Grund zu einem guten Gefühl. Kirchanschöring nutzte anschließend jedoch nahezu jede Schwäche konsequent aus und bestrafte die nachlassende Stabilität der Gäste eiskalt. Nach dem starken Saisonstart muss der SV Laufen den Blick in der Kreisklasse 4 nun zumindest wieder etwas stärker nach unten richten. Die Konkurrenz punktet, die Abstände bleiben eng – und mit den kommenden Aufgaben wartet ein anspruchsvolles Programm. Am 3. Oktober empfängt der SV Laufen zunächst Spitzenreiter FC Hammerau, anschließend steht das Auswärtsspiel beim TSV Petting auf dem Programm. Zwei Begegnungen, für die an der Salzach sämtliche Sinne geschärft sein müssen. Konzentration, Konsequenz und die nötige Ernsthaftigkeit werden erforderlich sein, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Den gelungenen Saisonstart deshalb grundsätzlich infrage zu stellen, wäre nach sieben Spieltagen allerdings verfehlt. Dafür haben die Laufener in den vergangenen Wochen über weite Strecken zu überzeugend gespielt. Entscheidend wird vielmehr sein, die richtigen Lehren aus einer Niederlage zu ziehen, die noch einige Zeit nachwirken dürfte. Am Tag der Deutschen Einheit bietet sich bereits die nächste Gelegenheit dazu. Neues Spiel, neue Chance – diesmal gegen Spitzenreiter FC Hammerau. Und auch der kocht bekanntlich nur mit Wasser.