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Sportanlage und Fußballverein SV Laufen

Laufen/Grassau: Die SG Übersee/Grassau hatte den dritten Heimsieg bereits vor Augen, doch mit praktisch der letzten Aktion entriss der SV Laufen den Hausherren noch zwei Punkte. Nach einer starken ersten Hälfte der Aigner-Elf im Kreisklassenmatch am Samstagnachmittag (12. September 2026) und der verdienten Führung durch Marinus Stephan kämpften sich die Gäste nach der Pause zurück in die Partie. In einer nervenaufreibenden Schlussphase, die zusätzlich von einem Platzverweis geprägt war, schlug Laufens Kapitän Maxi Obermayer in allerletzter Sekunde zu und rettete dem weiterhin ungeschlagenen SVL ein 1:1.

Acht Minuten mussten die 160 Zuschauer im Sportpark Grassau warten, ehe sie die erste hochkarätige Torchance zu sehen bekamen. Und die größeren Möglichkeiten, so viel sei vorweggenommen, gehörten im ersten Durchgang eindeutig den Hausherren von Trainer Willi Aigner. Nach einer Hereingabe von halblinks setzte sich Marinus Stephan, einer der auffälligsten Akteure der Partie, im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch und zog scharf ab. SVL-Keeper Thomas Böhm reagierte jedoch hervorragend und verhinderte die frühe Führung. Nach einer Viertelstunde brach Florian Gläßel auf der rechten Seite durch. Seine Hereingabe fand Felix Sigl, der den Ball aus aussichtsreicher Position direkt nahm, ihn jedoch neben das Tor setzte. Zwei Minuten später folgte ein erster Lichtblick für die von Andreas Brandl trainierten Gäste aus Laufen. Gabriel Öllerer tankte sich im Strafraum durch und kam aus spitzem Winkel zum Abschluss. Sein Schuss wurde noch zur Ecke abgefälscht. In der 26. Minute wurde erneut Marinus Stephan mit einem feinen Chipball in Szene gesetzt. Er drang in den Strafraum ein, traf dort jedoch die falsche Entscheidung. Statt selbst abzuschließen, versuchte er Markus Entfellner zu bedienen – die vielversprechende Gelegenheit verpuffte. Nur wenig später erreichte erneut ein hoher Ball Stephan. Von der Torauslinie legte er auf den völlig freistehenden Entfellner zurück, der die große Chance jedoch liegen ließ. Wiederum nur eine Minute danach zog Entfellner über die linke Seite in den Strafraum, verzog aber erneut deutlich. Erst in der 41. Minute wurde der SV Laufen wieder gefährlich. Gabriel Öllerer schickte Julian Draak auf der rechten Seite los. Draak ließ seinen Gegenspieler mit einem Haken stehen und brachte den Ball in Richtung des zweiten Pfostens. Dort kam Karl Seger einen Schritt zu spät und konnte nicht mehr kontrolliert abschließen. Zum wiederholten Mal fehlte der SG Übersee/Grassau in der 43. Minute nur wenig zum Führungstreffer. Abermals war Stephan über rechts unterwegs und bediente den mitgelaufenen Florian Gläßel. Dessen Abschluss rollte hauchdünn am Gehäuse vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff belohnte sich die Aigner-Elf schließlich doch noch – und das völlig verdient. Auf der linken Seite bekam die Laufener Defensive Markus Entfellner nicht entscheidend gestoppt. Seine Hereingabe landete im Zentrum bei Marinus Stephan, der gleich zweimal energisch nachsetzte. Drei SVL-Verteidiger bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, ehe Stephan das Leder schließlich mit der Pike ins lange Eck beförderte – 1:0. Es war die verdiente Halbzeitführung für die Hausherren. Der SV Laufen präsentierte sich im ersten Durchgang phasenweise zu behäbig und ließ die Spritzigkeit der vergangenen Wochen vermissen. Dass die Salzachstädter zur Pause lediglich mit einem Treffer zurücklagen, hatten sie auch der mangelnden Chancenverwertung der SG zu verdanken.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich phasenweise ein anderes Bild und der SVL war präsenter bei der Sache, auch wenn nicht immer das Ballglück der Freund der Salzachstädter war. Eine gute Viertelstunde nach Wiederanpfiff wirkten die Laufener deutlich engagierter und erspielten sich nun selbst Möglichkeiten. Nach einer Ecke von Julian Draak an den Elfmeterpunkt köpfte Gabriel Öllerer nur knapp am Tor vorbei. Drei Minuten später folgte die nächste Gelegenheit für die Gäste. Eine Hereingabe fand Andreas Kleinschwärzer, dessen Kopfball gefährlich auf das SG-Tor kam. Felix Wendl bekam gerade noch die Fingerspitzen an den Ball und lenkte ihn über die Querlatte. Die Hausherren mussten nach dieser Druckphase wieder selbst aktiver werden – und taten dies nach rund 20 Minuten im zweiten Durchgang. Luis Selinger spielte einen starken Pass in die Tiefe auf Markus Entfellner. Der SV Laufen spekulierte auf Abseits, doch die Fahne blieb unten. Entfellner lief nahezu allein in Richtung Tor, jagte den Ball jedoch deutlich über das Gehäuse. Nach einer kurzen ruhigeren Phase auf dem hervorragend präparierten Rasen in Grassau kam Entfellner in der 69. Minute erneut zum Abschluss. Doch auch diesmal fehlte dem an diesem Tag glücklos agierenden Angreifer die nötige Präzision. Die Schlussphase hatte es anschließend in sich. Dem SV Laufen lief zunehmend die Zeit davon, und die Angriffsbemühungen der Gäste wurden hektischer. Die SG Übersee/Grassau setzte ihrerseits vor allem auf das Tempo ihrer Offensivspieler, konnte daraus jedoch ebenfalls kein Kapital schlagen. In der 76. Minute sorgte ein weiter Einwurf von Laufens Gerhard Nafe für Gefahr. Der eingewechselte Simon Maier verlängerte per Kopf auf Gabriel Öllerer, der es artistisch mit einem Fallrückzieher versuchte. Der Ball landete aus nicht einfacher Abschlusssituation jedoch nur am Außennetz. Vier Minuten später schwächten sich die Hausherren selbst. Lukas Stephl blieb nach einer Aktion in der gegnerischen Hälfte verletzt liegen. Schiedsrichter Lukas Windfellner erkundigte sich nach Abschluss der Spielsituation beim SG-Akteur und schickte ihn anschließend zur Behandlung vom Feld. Stephl protestierte gegen die Entscheidung und äußerte sich dabei offenbar in einer Weise, die der Unparteiische als unsportlich wertete. Windfellner zeigte ihm daraufhin die Rote Karte. In Überzahl erhöhte Laufen noch einmal den Druck. Die Gäste waren nun wieder aktiver, doch ihnen fehlten zunächst weiterhin die Präzision und das nötige Quäntchen Glück. Minute um Minute verstrich, während der Ball einfach nicht ins von Felix Wendl gehütete Tor wollte. Dann begann eine Nachspielzeit, die auf beiden Seiten an den Nerven zehrte. Vor allem die Hausherren mussten um den bereits sicher geglaubten dritten Heimsieg zittern. Laufens Kapitän Maxi Obermayer schaltete sich immer häufiger in die Offensive ein und schlug eine Flanke von rechts in den Strafraum. Julian Draak nahm den Ball an und zog anschließend flach ab. Wendl war erneut zur Stelle und parierte stark mit dem Fuß. Es schien die letzte große Rettungstat auf dem Weg zum Heimsieg gewesen zu sein. Doch der SV Laufen bekam noch genau eine Gelegenheit. Von der linken Seite brachte Julian Draak einen Freistoß gefährlich vor das Tor und zog ihn in Richtung des langen Pfostens. SG-Keeper Wendl bekam den Ball diesmal nicht entscheidend zu fassen. Das Leder rutschte durch zu Laufens Kapitän Maxi Obermayer, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Trotz des Rettungsversuchs von Felix Maier drückte Obermayer den Ball über die Linie – 1:1. Unmittelbar danach war Schluss.

Für die SG Übersee/Grassau fühlte sich der späte Ausgleich angesichts der lange Zeit verdienten Führung wie eine Niederlage an. Der SV Laufen dagegen dank verbesserter Leistung in der zweiten Hälfte im allerletzten Moment einen Punkt und bleibt damit in der Saison 2026/27 ungeschlagen.

Eine starke Leistung zeigte an diesem Nachmittag auch Schiedsrichter Lukas Windfellner. Der Unparteiische leitete die umkämpfte Begegnung souverän und behielt auch in der hektischen Schlussphase die Übersicht. Er bewies, dass er zu den sehr guten Unparteiischen seiner Zunft gehört. Im gebührte am Samstagnachmittag ein Lob für seine gezeigte Leistung. 

Am kommenden Freitagabend empfängt der SVL auf heimischem Platz an der Freilassinger Straße den Kreisliga-Absteiger DJK Weildorf. Dann geht es abermals um drei Punkte in der Kreisklasse 4.

 

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