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Sportanlage und Fußballverein SV Laufen

Laufen: Für die beiden Herrenmannschaften des SV Laufen steht am kommenden Samstag, den 26. September 2026, ein Spieltag an, der sportlich weit mehr zu bieten hat als zwei gewöhnliche Auswärtspartien. Während die zweite Mannschaft als Tabellenführer zum direkten Konkurrenten nach Surberg reist und dort ihre bemerkenswerte Frühform bestätigen will, wartet wenige Stunden später auf die Erste beim SV Kirchanschöring II ein Duell auf absoluter Augenhöhe. Die Ausgangslagen könnten unterschiedlicher kaum sein: Laufen II kommt mit reichlich Rückenwind, einer stabilen Defensive und der Tabellenführung im Gepäck. Die Erste dagegen ist nach der ersten Saisonniederlage gefordert, möglichst unmittelbar eine Antwort zu geben.

Das Highlightspiel des Laufener Wochenendes steigt bereits um 14 Uhr in der X-TREM Arena: SV Surberg II gegen SV Laufen II ist aktuell ein echtes Spitzenspiel der C-Klasse 7. Die Laufener Reserve führt die Tabelle nach vier Begegnungen mit zehn Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 14:2 an. Drei Siege, ein Unentschieden, noch keine Niederlage – vor allem aber erst zwei Gegentreffer: Der SVL II hat sich in den ersten Wochen nicht nur als offensiv gefährlich, sondern vor allem als erstaunlich schwer zu knacken erwiesen. Surberg steht unmittelbar dahinter im Spitzenfeld. Drei Siege aus vier Spielen bringen neun Punkte, bei 13:13 Toren zeigt die Bilanz allerdings schon auf den ersten Blick, dass die Surberger Partien bislang einen deutlich anderen Charakter hatten. Gerade dieser statistische Gegensatz macht die Begegnung besonders interessant. Während Laufen seine vier Ligaspiele mit nur zwei Gegentreffern bestritten hat, fielen in den vier Surberger Partien insgesamt bereits 26 Tore. Die Gastgeber starteten mit einem 2:1 gegen Otting II, erlebten anschließend beim 1:6 in Marquartstein einen herben Rückschlag, gewannen danach aber ein spektakuläres 5:4 gegen DJK Traunstein II und zuletzt mit 5:2 beim TSV Tengling II. Surberg hat damit bewiesen, dass die Mannschaft Rückschläge schnell abschütteln kann und offensiv jederzeit in der Lage ist, mehrere Tore zu erzielen. Gleichzeitig offenbaren 13 Gegentreffer Räume, die eine formstarke Laufener Offensive nutzen möchte. Bei der Laufener Zweiten zeigt die Formkurve dagegen fast schnurgerade nach oben. Auf das 1:1 zum Saisonstart beim TSV Siegsdorf III folgte ein kontrolliertes 2:0 gegen Taching II. Anschließend setzte die Mannschaft in Vachendorf ein erstes großes Ausrufezeichen. Trotz eines 0:1-Pausenrückstands drehte der SVL die Partie nach dem Seitenwechsel vollständig und gewann noch mit 6:1. Simon Maier besorgte kurz nach Wiederbeginn den Ausgleich, Denis Lohwieser brachte Laufen per Elfmeter in Führung, Andre Kurre erhöhte wenig später auf 3:1 – danach brachen bei den Gastgebern die Dämme. Und die Mannschaft hat diese Dynamik offensichtlich konserviert. Erst am Dienstagabend wurde DJK Nußdorf II in Laufen mit 5:0 bezwungen. Damit hat die Reserve in ihren vergangenen beiden Ligaspielen elf Tore erzielt und lediglich einen Gegentreffer zugelassen. Aus den zunächst guten sieben Punkten und 9:2 Toren nach drei Begegnungen wurden durch den klaren Erfolg gegen Nußdorf zehn Zähler und 14:2 Tore – und damit die Tabellenführung. Genau darin liegt am Samstag allerdings auch die Herausforderung. Laufen reist erstmals in dieser Saison als Spitzenreiter zu einem Gegner, der selbst nur einen Punkt entfernt ist. Aus einem gelungenen Saisonstart wird damit langsam eine neue Situation: Die Konkurrenz jagt den SVL. Surberg könnte mit einem Heimsieg an Laufen vorbeiziehen, während die Salzachstädter ihrerseits die Chance besitzen, einen direkten Verfolger auf vier Punkte zu distanzieren. Für diese frühe Phase der Saison wäre das bereits ein wertvolles Polster. Entscheidend dürfte sein, ob es dem SV Laufen II gelingt, seine bisherige defensive Ordnung auch gegen die offensivfreudigen Surberger durchzusetzen. Wer in vier Spielen nur zwei Gegentreffer zulässt, besitzt eine hervorragende Grundlage. Gleichzeitig sollte man sich von Surbergs ausgeglichenem Torverhältnis nicht täuschen lassen: 13 eigene Treffer in vier Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache. Vieles deutet deshalb auf ein Duell zweier unterschiedlicher Profile hin. Surberg hat bislang bewiesen, dass es wilde und offene Spiele gewinnen kann. Laufen hat gezeigt, dass es sowohl geduldig verteidigen als auch in kurzer Zeit ein Spiel komplett an sich reißen kann. Besonders die zweite Halbzeit in Vachendorf war dafür ein starkes Beispiel. Sollte die Reserve ihre derzeitige Balance zwischen Stabilität und offensiver Konsequenz erneut auf den Platz bekommen, geht sie mit guten Argumenten in das Spitzenspiel. Ein Selbstläufer wird die Begegnung aber gerade aufgrund der Surberger Offensivqualitäten keineswegs.

Dreieinhalb Stunden später verschiebt sich der Fokus in die Kreisklasse 4, wo um 17.30 Uhr in der EM-Group-Arena der SV Kirchanschöring II den SV Laufen empfängt. Hier erzählt bereits die Tabelle die Geschichte dieses Spiels: Kirchanschöring steht nach sechs Partien mit neun Punkten auf Rang sechs, Laufen ebenfalls mit neun Punkten unmittelbar dahinter auf Rang sieben. Näher können zwei Mannschaften tabellarisch kaum beieinanderliegen. Auffällig ist allerdings der Weg, auf dem beide Teams ihre neun Zähler gesammelt haben. Kirchanschöring weist drei Siege und drei Niederlagen bei 7:11 Toren auf. Laufen kommt auf zwei Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage – und besitzt mit 17:10 eine deutlich positivere Torbilanz. Vor allem die 17 erzielten Laufener Treffer stechen ins Auge. Fast dreimal pro Spiel hat der SVL bislang getroffen. Das Problem war weniger die grundsätzliche Leistungsfähigkeit als die Ausbeute: Drei Unentschieden verhinderten eine bessere Platzierung. Bis zum vergangenen Wochenende war Laufen sogar fünf Ligaspiele lang ungeschlagen. Dann kam allerdings die DJK Weildorf – und mit ihr ein Abend, den man an der Freilassinger Straße möglichst schnell abhaken möchte. Beim 1:5 kassierte Laufen nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern wurde von einem äußerst effektiven Gegner für seine Fehler konsequent bestraft. In der Schlussphase musste der SVL nach Gelb-Rot gegen Gabriel Öllerer zudem in Unterzahl weiterspielen. Gerade deshalb bekommt das Gastspiel in Kirchanschöring einen besonderen Charakter. Es geht nicht darum, nach einer einzigen Niederlage grundsätzlich etwas infrage zu stellen. Dafür war der Saisonstart mit fünf ungeschlagenen Begegnungen zu stabil. Es geht vielmehr um die Reaktion. Kann Laufen nach dem ersten empfindlichen Rückschlag unmittelbar wieder jene Qualitäten zeigen, die die Mannschaft zuvor ausgezeichnet haben? Genau solche Spiele sagen häufig mehr über eine Mannschaft aus als eine Serie, in der vieles funktioniert. Einfacher wird die Aufgabe dadurch nicht. Kirchanschöring hat zwar nicht mit der offensiven Bilanz des SVL, besitzt aber gerade rechtzeitig vor dem direkten Duell Selbstvertrauen. Beim 2:0-Auswärtserfolg gegen die SG Chieming/Grabenstätt traf Lukas Birner zur Führung, ehe Gabriel Mühlbacher in der Schlussphase den Endstand herstellte. Besonders bemerkenswert: Kirchanschöring ließ dabei keinen Gegentreffer zu. Für eine Mannschaft, die in ihren ersten sechs Partien lediglich sieben eigene Tore erzielt hat, ist klar, worauf der Schwerpunkt liegen dürfte – kompakt bleiben, dem Gegner wenig anbieten und selbst die entscheidenden Situationen nutzen. Laufen wird also wahrscheinlich Geduld benötigen. Die Zahlen sprechen dafür, dass der SVL offensiv über mehr Durchschlagskraft verfügt; 17 erzielte Treffer gegenüber sieben auf Kirchanschöringer Seite sind ein deutlicher Unterschied. Gleichzeitig haben beide Mannschaften exakt neun Punkte. Offensives Potenzial allein gewinnt keine Begegnung. Gerade nach den fünf Gegentoren gegen Weildorf dürfte es für die Laufener wichtig sein, wieder mehr Kontrolle gegen den Ball zu entwickeln und nicht in ein Spiel zu geraten, in dem Kirchanschöring auf Fehler und Umschaltmomente warten kann. Auch die jüngere Vergangenheit zeigt, wie unangenehm dieses Duell werden kann. In der vergangenen Saison gewann Kirchanschöring das Hinspiel in der EM-Group-Arena mit 4:3. Laufen lag damals sogar mit 0:4 zur Halbzeit zurück und startete anschließend noch eine bemerkenswerte Aufholjagd. Beim Rückspiel in Laufen gab es ein 1:1: Julian Draak traf schon in der dritten Minute zur Laufener Führung, Tomislav Bandic glich später für den SVK aus. Zwei Begegnungen, kein Laufener Sieg – aber auch der Beweis, dass zwischen diesen Mannschaften wenig geschenkt wird. Zusätzliche Bedeutung erhält die Partie durch das kommende Programm. Bereits eine Woche später empfängt Laufen den aktuellen Spitzenreiter FC Hammerau, danach geht es zum punktgleichen Tabellenzweiten TSV Petting. Beide stehen derzeit bei jeweils 15 Punkten. Wer vor diesen beiden Prüfungen in Kirchanschöring drei Zähler holen könnte, würde nicht nur den unmittelbaren Konkurrenten hinter sich lassen, sondern auch mit deutlich besserem Gefühl in die nächsten schwierigste Spiele der Hinrunde gehen.

So stehen die beiden Laufener Herrenteams am Samstag vor zwei ganz unterschiedlichen, aber gleichermaßen aufschlussreichen Aufgaben. Die Zweite reist als ungeschlagener Tabellenführer nach Surberg und kann im direkten Duell beweisen, dass ihr hervorragender Saisonstart mehr als eine Momentaufnahme ist. Die Erste muss wenige Stunden später zeigen, wie sie mit ihrem ersten Rückschlag umgeht. Für den SV Laufen II geht es darum, die Spitze zu verteidigen. Für die Erste darum, nach dem 1:5 wieder auf den Kurs der ersten fünf Saisonspiele zurückzufinden. Und gerade deshalb besitzt dieser Samstag eine besondere Spannung: Am Nachmittag kann die Reserve ihre Ambitionen mit einem Sieg bei einem direkten Verfolger eindrucksvoll unterstreichen. Am Abend kann die Erste beweisen, dass eine deutliche Niederlage sie nicht aus der Bahn wirft. Zwei Auswärtsspiele, zwei direkte Konkurrenten – und zweimal die Chance, mit einer starken Antwort ein wichtiges Zeichen für den weiteren Saisonverlauf zu setzen.

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