Laufen: Ein prall gefülltes Fußball-Wochenende wartet vom 9. bis 11. Oktober auf den SV Laufen und seine Spielgemeinschaften. Während der Nachwuchs bereits am Freitag den Auftakt macht, stehen am Samstag vor allem die beiden Herrenmannschaften im Mittelpunkt. Und die Aufgaben könnten unterschiedlicher kaum sein: Die Erste will beim Tabellenzweiten TSV Petting ihren positiven Eindruck aus dem Duell mit Spitzenreiter Hammerau bestätigen, während die noch ungeschlagene Zweite als Tabellenführer zum direkten Verfolger nach Marquartstein reist.
Los geht es am Freitag auf dem Sportplatz in Leobendorf. Um 17 Uhr empfängt die D1 der SG Leobendorf/Laufen die SG Obing/Pittenhart. Mit den Gästen wartet dabei gleich eine anspruchsvolle Aufgabe, denn Obing/Pittenhart hat sich in der Kreisklasse im Vorderfeld festgesetzt. Nur gut eine Stunde später ist an gleicher Stelle die D2 gefordert: Um 18.15 Uhr geht es gegen die SG Ruhpolding/Inzell. Damit gehört der frühe Freitagabend ganz dem Laufener und Leobendorfer D-Junioren-Nachwuchs.
Den sportlichen Höhepunkt des Freitags liefert anschließend die A-Jugend. Die erste Mannschaft der SG Laufen/Leobendorf gastiert um 19.15 Uhr bei der JFG Hochstaufen in Piding. Für die Laufener Nachwuchskicker ist es die nächste Bewährungsprobe in der Kreisklasse. Die Partie in der KabelX-Arena verspricht schon aufgrund der Konstellation einen intensiven Freitagabend – gerade auswärts dürften Konzentration und Zweikampfstärke gefragt sein.
Am Samstag gehört die Sportanlage in Laufen zunächst den E-Junioren. Die E1 empfängt um 11 Uhr den TSV Fridolfing. Nach zwei Partien steht der SVL bei drei Punkten, Fridolfing rangiert derzeit mit ebenfalls drei Zählern vor den Laufenern. Für beide Mannschaften bietet sich damit die Gelegenheit, sich in der noch jungen Runde weiter nach vorne zu orientieren. Um 13 Uhr folgt die E2 gegen den ASV Piding II. Die zweite Laufener E-Jugend ist gut aus den Startlöchern gekommen und steht mit vier Punkten aus zwei Spielen und 16:8 Toren auf Rang zwei. Piding folgt mit drei Punkten in unmittelbarer Schlagdistanz – beste Voraussetzungen also für ein interessantes Nachwuchsduell.
Ab 14 Uhr rückt dann die Kreisklasse 4 in den Mittelpunkt. Die erste Mannschaft des SV Laufen muss beim TSV Petting antreten – und bekommt es binnen einer Woche mit dem nächsten Schwergewicht der Liga zu tun. Gegen Spitzenreiter FC Hammerau zeigte die Mannschaft von Trainer Andreas Brandl zuletzt eine starke Vorstellung und erkämpfte sich ein verdientes 1:1. Simon Maier hatte den SVL in der 68. Minute sogar in Führung gebracht, ehe Hammerau zehn Minuten später noch ausgleichen konnte. Dass der Tabellenführer in Laufen Punkte liegen ließ, darf dem SVL vor dem Gang nach Petting durchaus Selbstvertrauen geben.
Einfacher wird die Aufgabe allerdings nicht. Petting steht mit 16 Punkten aus acht Spielen auf Rang zwei und hat mit 20:10 Toren seine Ambitionen im oberen Tabellendrittel bereits deutlich unterstrichen. Laufen geht mit zehn Punkten und einem Torverhältnis von 21:15 als Tabellenneunter in die Partie. Bemerkenswert: Offensiv muss sich der SVL keineswegs verstecken. 21 Treffer nach acht Spielen zeigen, dass die Brandl-Elf genügend Durchschlagskraft besitzt, um auch einem Spitzenteam Probleme zu bereiten. Gleichzeitig ist die Tabelle im Mittelfeld eng zusammengerückt – schon ein Erfolg in Petting könnte den SVL wieder einige Plätze nach vorne bringen. Nach dem couragierten Auftritt gegen Hammerau gilt deshalb: Verstecken muss sich Laufen beim Tabellenzweiten ganz sicher nicht. Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr in Petting.
Zeitgleich ist auch die Frauen-Spielgemeinschaft TSV Fridolfing/SV Laufen auswärts gefordert. Um 14 Uhr geht es zur SG SV Schechen/ASV Rott am Inn. Die Laufener Spielgemeinschaft steht derzeit mit vier Punkten aus drei Begegnungen auf Rang sechs. Mit fünf erzielten und sechs kassierten Treffern waren die bisherigen Auftritte meist eng. Schechen/Rott hat dagegen bereits sechs Punkte gesammelt und mit 21 Treffern in drei Spielen seine offensive Qualität eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Für die SG Fridolfing/Laufen wartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der vor allem defensive Stabilität gefragt sein dürfte.
Besonders viel Spannung verspricht schließlich der Auftritt der zweiten Herrenmannschaft. Um 16.30 Uhr steigt in Marquartstein das Spitzenspiel der C-Klasse 7: Tabellenführer SV Laufen II trifft auf den Zweiten TSV Marquartstein II. Die Ausgangslage könnte kaum reizvoller sein. Laufen führt die Liga nach sechs Spielen mit 16 Punkten an, ist noch ungeschlagen und stellt mit gerade einmal drei Gegentreffern die mit Abstand stabilste Defensive der Staffel. Zuletzt setzte sich die Mannschaft in einem engen Spitzenspiel mit 1:0 gegen DJK Otting II durch. Marco Freimanner erlöste den SVL dabei erst in der 80. Minute und bescherte seiner Mannschaft drei wichtige Punkte.
Nun wartet allerdings ein Gegner, der vor allem offensiv für Aufsehen sorgt. Marquartstein steht mit zwölf Punkten auf Rang zwei und hat bereits 27 Treffer erzielt. Damit prallen am Samstag gewissermaßen zwei unterschiedliche Stärken aufeinander: die äußerst sattelfeste Laufener Defensive gegen eine der gefährlichsten Offensivreihen der Liga. Vier Punkte beträgt der Vorsprung des SVL auf den direkten Verfolger – mit einem Auswärtssieg könnte die Zweite ihre Spitzenposition also deutlich festigen. Ein echtes Topspiel, bei dem die Laufener Erfolgsserie auf ihren bislang wohl härtesten Prüfstand gestellt wird.
Den Schlusspunkt unter das Wochenende setzt am Sonntag die zweite A-Jugend der SG Laufen/Leobendorf. Um 11 Uhr empfängt die als Neuner-Mannschaft gemeldete SG auf dem Sportplatz in Leobendorf die SG Vachendorf/Bergen/Erlstätt. Damit endet ein Wochenende, an dem nahezu alle Altersklassen des SV Laufen im Einsatz sind – von den D- und E-Junioren über die A-Jugend bis hin zu Frauen und Herren.
Vor allem bei den Herren ist für Spannung gesorgt: Die Erste will nach dem Achtungserfolg gegen Spitzenreiter Hammerau nun auch beim Tabellenzweiten Petting bestehen. Die Zweite reist sogar selbst als Spitzenreiter zum Verfolger nach Marquartstein. Zwei Auswärtsspiele, zwei echte Standortbestimmungen – und die Chance für den SV Laufen, ein ohnehin starkes Wochenende mit wichtigen Punkten zu veredeln.