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Sportanlage und Fußballverein SV Laufen

Laufen: Im letzten Härtetest vor dem Start in die neue Kreisklassen-Saison musste der SV Laufen ein wenig Lehrgeld bezahlen. Gegen den klassenhöheren TSV Waging am See entwickelte sich am Freitagabend (7. August 2026) auf der heimischen Sportanlage eine äußerst torreiche Partie, die der SVL am Ende mit 4:6 verlor. Vor allem defensiv offenbarte die Mannschaft dabei noch die ein oder andere Baustelle. Positiv: Auch nach einem frühen 0:2-Rückstand ließ sich Laufen zunächst nicht aus der Ruhe bringen und kämpfte sich zwischenzeitlich eindrucksvoll zurück und marschierte die 90 Minuten eindrucksvoll durch. Man bot vor allem im zweiten Durchgang eine gute Leistung und hielt den ambitionierten Kreisligisten vom Waginger See teils in Schach. Diese jedoch zeigten sich eiskalt und konnten eine Woche vor Saisonbeginn einen Testerfolg feiern.

Der Beginn verlief allerdings alles andere als nach Wunsch der Salzachstädter. Fabian Wirth brachte mit einer flachen Hereingabe die erste Gefahr im Laufener Strafraum hervor. David Kronbichler leitete dort mit der Schuhspitze das Spielgerät auf den einlaufenden Kamml weiter, der unbedrängt zum 0:1 einschoss. Unangenehm war dann aber das zweite Gegentor für den SV Laufen. Nach einem Eckstoß köpfte der Torschütze Kamml im engbesetzten Strafraum Richtung Tor. Laufens Gabriel Öllerer selbst war es dann, der das Spielgerät in die eigenen Maschen beförrderte - 0:2 (17.). Im Grunde war dieses Gegentor zu einfach, denn Laufen hätte mit einer besseren Verteidigungsleistung die Torgefahr schon vor dem Kopfball selbst bannen können. In der 27. Minute hätte der Gast aus Waging gut und  gerne schon den dritten Treffer markieren können. Fabian Wirth kam rechts erneut durch und markierte eine schöne Hereingabe in Richtung zweiten Pfosten. Dort rutschte Dominik Buxmann in das Leder, verfehlte das Tor nur haarscharf. Doch die Heimelf von Trainer Andreas Brandl zeigte eine starke Reaktion. Ausgerechnet Öllerer machte seinen unglücklichen Moment wieder wett und schlug gleich doppelt zu. Zuerst wurde selbiger in der 32. Minute im gegnerischen Strafraum regelrecht in die Zange genommen. Der im ganzen Spielverlauf gut leitende Unparteiische Alexander Daibert (ESV Freilassing) zeigte auf den Punkt. Den Elfmeter verwandelte Gabriel Öllerer selbst zum 1:2. Nur vier Minuten später netzte Öllerer nochmal ein. Maximilian Weber lupfte von der linken Außenbahn kommend das Spielgerät in den Strafraum, wo Öllerer aus dem Lauf TSV-Keeper Schmid zum 2:2. überwand. Es ging munter weiter an der Freilassinger Straße in Laufen. Mehr als 100 Zuschauer sahen nun in kurzer Folge Torchancen. Mehr oder weniger gleich nach dem Ausgleichstreffer schoss der Gast zum dritten Mal ein. Johann Kraller lief diesmal auf der rechten Außenbahn durch. Krallers Hereingabe vollendete David Kronbichler zum 2:3 (38.). Gerade in dieser Spielphase fehlte dem SV Laufen der Zugriff auf die Offensivkräfte der Gäste und man musste noch einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Die sich nun bietenden Räume nutzte die Elf von Trainer Kantsperger konsequent aus. Dennoch musste ein Abwehrlapsus der Hausherren für diesen Treffer sorgen. David Kronbichler nutzte diesen von der Strafraumgrenze eiskalt aus - 2:4 (39.). Doch auch dies schien den SV Laufen nicht allzuviel zu beschäftigen - offensiv ging es munter weiter. Schon eine Minute später wohl der schönste Angriff des Tages auf Seiten des SV Laufen. Julian Draak setzte mit einem schönen Diagonalball Marco Freimanner in Szene. Dieser verzichtete jedoch vollends durchzustarten und bediente den erneut bereitstehenden Julian Draak, der aus gut 20 Metern aufs Tor schoss. Draaks Linksschuss ließ den Querbalken wackeln (40.). Zwei Minuten später erzielte der SV Laufen den Anschlusstreffer zum 3:4 Halbzeitstand. Nach einer Hereingabe scheiterte Andreas Kleinschwärzer zuerst an der Latte. Im Nachsetzen eroberte Gabriel Öllerer das Leder, bediente mit einem genauen Kurzpass abermals Andreas Kleinschwärzer, der nun das Leder über die Linie brachte - 3:4 (42.). Nach Anfangsschwierigkeiten konnte sich der SV Laufen im Laufe der ersten Hälfte mit der Geschwindigkeit der Kreisligaspieler akklimatisieren und die Gegebenheiten im Match gegen den Favoriten besser annehmen und selbst einige Akzente setzen.

Nach Wiederbeginn stabilisierte sich der SVL zwar etwas, doch am munteren Toreschießen änderte dies nicht allzuviel. Ein Superspielzug in der 58. Minute brachte den Gast erneut mit zwei Toren in Front. Manuel Sternhuber war es, der mit einem punktgenauen scharfen Pass aus der eigenen Hälfte Fabian Wirth auf der rechten Außenbahn erblickte. Wirth marschierte im spitzen Winkel bis in den Strafraum hinein und legte Luca Paticchia das Spielgerät mustergültig vor, der im Anschluss keine Schwierigkeiten hatte das 5:3 zugunsten der Seerosen zu markieren. Nach einigen Minuten Leerlauf bekam der SV Laufen die zweite Luft und marschierte couragiert weiter nach vorne. Die weitere Belohnung für diesen Auftritt erfolgte in der 75. Minute. Eine hohe Hereingabe von rechtsaußen legte Gabriel Öllerer auf Julian Draak ab, der zum 4:5 verwandelte. Nach 80. Minuten hätte Draak fast den Ausgleich erzielt. Youngster Jonas Wendelberger eroberte an der Mittellinie in einem Waginger Angriff das Leder und setzte sofort Julian Draak ein. Der jetzt im Waginger Tor stehende Niklas Lamminger kam aus dem Kasten gerannt und erwischte das Spielgerät gerade noch vor Draak und verhinderte somit den Treffer zum 5:5. Der SV Laufen versteckte sich weiterhin keinesfalls, wurde aber dann in der 85. Minute aus ihrer Gier auf den fünften Treffer gerissen. Waging kam erneut durch die Laufener Defensivkette durch und Tim Obermeier setzte den Schlusspunkt im torreichen Testspiel zum 4:6. Gleich nach dem Anstoß allerdings hätte der SV Laufen die Sache nochmal spannender machen können. Ein Pass von Julian Draak erreichte Gabriel Öllerer. Seinen Abschluss konnte Lamminger gerade noch mit den Fingerspitzen zur Ecke klären. So blieb es dann beim 6:4 zugunsten des TSV Waging am See.

Es war alles in allem ein sauberes Testspiel, welches der SV Laufen auf eigener Sportanlage anbot. Von einer verpatzten Generalprobe kann hier keinesfalls gesprochen werden. Ausgenommen der Anfangsphase konnte man auf Seiten des SVL größtenteils zufrieden sein und positiv auf das erste Punktspiel an Mariä Himmelfahrt blicken. Die Leistung des Unparteiischen Daibert lässt auch keine Kritik aufbranden - er machte seine Sache wirklich gut. Wenn nun die letzten Baustellen beim SV Laufen geschlossen werden und sich der ein oder andere noch steigert, braucht einem vor dem ersten Gegner aus der Schönau nicht bange sein. Statistisch allerdings hat sich am Freitagabend nichts geändert. Seit 2012 trafen der SV Laufen und der TSV Waging neunmal aufeinander. Neunmal gingen die Seerosen aus Waging als Sieger vom Platz - so auch am 7. August 2026.

 

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