Zugegeben war es am Sonntag nachmittag ungewohnt heiß auf der Laufener Sportanlage. Das erste "Frühlingsspiel" ging durchaus ein wenig an die Substanz und verlangte den Spielerinnen einiges ab. Besser zurecht kam der Hausherr um das Trainerteam Fred Schuhböck und Christian Schmidbauer. Sichtbar gut agierten die Damen der SG Laufen/Leobendorf aus der eigenen Defensive heraus. Immer wieder konnte man wichtige Zweikämpfe für sich entscheiden und somit den Gast wenig Entfaltung lassen. In der 18. Spielminute musste der Unparteiische dann im Strafraum des TV Altötting auf den Punkt zeigen. Ein Handspiel war in der Situation der ausschlaggebende Punkt für die Schiedsrichterentscheidung. Den Strafstoß schoss Verena Weber und platzierte diesen an den Innenpfosten - keine Abwehrchance für die Torhüterin der Gäste, Katrin Hofer, und somit das 1:0. Aber auch der Gast wusste durchaus etwas für das Spiel zu tun. Vor allem die äußerst aktive Michelle Dawuidow, die oftmals die Seiten in der Sturmkette wechselte, konnte einige Male die Abwehr der SG Laufen/Leobendorf beschäftigen. Doch wenn die Kette mal nicht ganz aufpasste, spielte Torfrau Lisa Stöllberger einen wichtigen Part und konnte mit klugem Herauslaufen dafür sorgen, dass die Nerven bei der Stürmerin aus Altötting flatterten. Eine erneute Standardsituation in der 28. Minute sorgte für den zweiten Treffer des Spiels, vor einer atemberaubenden Kulisse an der Freilassinger Straße. Jessica Antosch stellte sich zum Freistoß und schoss traumhaft aus gut 20 Metern ins Kreuzeck - 2:0. Jetzt ging es darum frühzeitig den Sack zuzumachen und konzentriert drängten die heimischen Damen auf den nächsten Treffer. Elena Mayer schnappte sich in der 30. Minute weit in der eigenen Hälfte das Leder und fasste sich ein Herz. Mayer umspielte jede Gegenspielerin, einige Male hart bedrängt, und schaffte es bis in den Strafraum hinein. Dort fackelte die Innenverteidigerin nicht lange und zog sehenswert ins lange Toreck ab - 3:0. Die Messe war natürlich noch nicht gelesen, beide Teams brauchten in der Halbzeitpause eine Verschnaufpause.
Im zweiten Durchgang ging es weiter mit dem Kräfteverschleiß und den Tribut an die Frühlingssonne. Der TV Altötting kam ein wenig besser aus der Halbzeitpause und versuchte nun mit schnellen Spielzügen die SG-Abwehr deutlich mehr zu beschäftigen. Aber immer wieder scheiterten sie entweder schon in der Kette, an Torfrau Stöllberger oder aber am eigenen Abschlussglück. Die Bestrafung folgte in der 54. Minute auf den Fuß. Klug freigespielt aus dem eigenen Mittelfeld kam Christine Hahnemann in die Nähe des Strafraums. Ein Foul verhinderte das Weiterlaufen. Der Freistoß kam erneut von Jessica Antosch in Richtung Fünfmeterraum. Torfrau Katrin Hofer konnte das Leder nicht festhalten und Verena Weber setzte entscheidend nach und konnte den Ball über die Linie drücken - 4:0. Die SG Laufen/Leobendorf nahm nur ein wenig das Tempo raus und versuchte auf Ballsicherheit zu spielen. Durchaus konnten die Altöttingerinnen eine Zeit lang profitieren und sich in der gegnerischen Hälfte breit machen. Doch entscheidend konnte kein Spielzug sein. Vor allem Marie Huber zeichnete sich oftmals aus und konnte den entscheidenden Schritt machen und den Ball wegspitzeln. In der Schlussphase hatte die heimische Mannschaft noch einige gute Torchancen, die nach guten Spielzügen in die Spitze durchaus Gefahr hervorriefen. Doch auch die SG konnte keine der Chancen mehr verwerten.
Mit diesem 4:0 Sieg der SG Laufen/Leobendorf steht die Damenmannschaft nun an der Tabellenspitze mit bisher keiner einzigen Saisonniederlage.
Das Aufgebot der SG Laufen/Leobendorf gegen den TV Altötting:
Lisa Stöllberger, Juliane Pixner, Jessica Antosch, Christine Hahnemann, Sandra Swoboda, Verena Weber, Elena Mayer, Stephanie Mühlthaler, Vanessa Hocheder, Spielführerin Magdalena Greimel, Marie Huber, Verena Maier und Eva Mayer.


Fotos: Burgi Mayer
