In der Anfangsphase war der Gast vom SV Laufen 2 im Ballbesitz stärker und legte einen guten Start in der Nonner Au hin. Stabil stand die Truppe von Trainer Max Schmidt (der den verhinderten Martin Rudholzer vertrat) und ließ den Hausherren des TSV wenig Möglichkeit zur Entfaltung. Der TSV Bad Reichenhall war mehr damit bemüht den Spielfluss des Gastes zu stören als selbst große Akzente setzen zu können. In Spielminute 17 testete Laufens Maximilian Hanel erstmals ernsthaft Heimkeeper Tobias Scholze. Dieser konnte den Freistoß aus der Distanz mit beiden Händen zur Ecke klären. Diese brachte Michael Niedermeier in den Strafraum, wo Hans Obermayer am höchsten stieg allerdings um einen Meter den Kasten verfehlte. Nach dieser Chance für den Gast legte der TSV langsam die Schläfrigkeit der Anfangsphase ab und kam nun selbst besser in die Partie. Einen Fehler im Aufbauspiel der Salzachstädter nutzte Christian Huber in der 21. Minute. Huber holte sich das Leder und zog in Richtung Gehäuse. Sein Flachschuss verfehlte das Tor nur hauchdünn. Fünf Minuten nach Hubers Schusschance die nächste erwähnenswerte Offensivaktion der Kurstädter. Florian Staller setzte sich auf der linken Außenbahn durch und brachte den Ball knapp vor das Laufener Gehäuse. Dort kam Alexander Vater zum Kopfball. Vater bekam auf das Leder zu wenig Druck, so dass die Chance über der Querlatte endete. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften und konnten keine entscheidenden Spielzüge anbieten. Erst zum Ende der ersten Halbzeit versuchten sich beide Teams wieder mit Offensivaktionen. Zuerst war es Laufens Verteidiger Alexander Schumann, der in der 40. Minute einen Freistoß aus 25 Metern aufs Tor zielte. Schumanns Knaller verfehlte das TSV-Tor nur knapp. In den letzten Spielminuten erhöhte der Hausherr dann den Druck und wollte mit einer Führung in die Kabine gehen. Der Laufener Abwehr bescherte dies erheblich Arbeit, sie hielt aber weiter dicht. Ein Pausenrückstand hätte auch ehrlicherweise der engagierten Leistung der Gäste nicht Rechnung getragen, denn der TSV Bad Reichenhall konnte oftmals nur über Kontersituationen Gefahr hervorrufen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs war zu sehen, dass der TSV Bad Reichenhall deutlich besser aus der Kabine kam und durch kleinere Umstellungen eine spielerische Wirkung hervorrufen konnte, doch große Torchancen kamen dabei vorerst nicht zustande. Die erste Chance der zweiten Hälfte hatten die Gäste. In der 53. Minute bediente Hans Obermayer aus der Mitte den auf links in den Strafraum gelaufenen Michael Niedermeier. Niedermeiers Schussversuch wurde abgefälscht und gelangte in Richtung Sebastian Ortwein. Dieser scheiterte per Flugkopfball am Torerfolg. Eine Standardsituation in der 61. Minute rief die nächste Torgefähr für Reichenhalls Schlussmann Scholze hervor. Dominik Lindner sprang nach Freistoß von Michael Niedermeier aus halblinker Position in den Ball hinein, zielte jedoch knapp neben das Gehäuse. Der SV Laufen konnte sich nicht nur, aber vorwiegend mit diesen Chancen wieder etwas Luft vom Reichenhaller Druck verschaffen und versuchte erneut mit viel Willen dagegenzuhalten. Reichenhalls Coach Peter Kraus versuchte nun mit seiner gefüllten Auswechselbank und zahlreichen Wechseln und Umstellungen die Kräfte seines eigenen Teams einzuteilen und somit für die Endphase der Partie mehr Kräfte freizusetzen, was ihm schlussendlich auch gelang. Nach einem Linienpass von Florian Staller in der 64. Minute kam Christian Huber aus spitzem Winkel zum Schuss. Laufens Torwart Alexander Kalb zeichnete sich mit einer Flugeinlage aus und rettete zum Eckball. Sehr schnelle Vorstöße des TSV Bad Reichenhall versetzten die Verteidigung des SVL immer wieder in Alarmbereitschaft. Engagiertes Pressing verursachte, dass der TSV schneller in die Zweikämpfe kam und dadurch Fehler provozieren konnte, doch durchschlagskräftig war dies bis zur Schlussphase nicht. Die letzte größere Tormöglichkeit hatte der Hausherr in der 88. Minute. Christian Huber und Simon Huber kamen unwiderstehlich über die linke Seite mit einer Passkombination nach vorne. Simon Huber brachte das Leder scharf in die Gefahrenzone wo Florian Staller es mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz versuchte. Stallers Direktabnahme fehlte jedoch die Feinjustierung und der Ball flog am Gehäuse vorbei. Beiden Teams gelang kein "Lucky Punch", der wirklich glücklich gewesen wäre, da der 0:0 Endstand völlig gerecht war.
Das Aufgebot des SV Laufen 2:
Alexander Kalb, Alexander Schumann, Benjamin Piotrowski, Patrick Pickelmann, Beni Citaku, Adrian Braunsperger, Kapitän Michael Niedermeier, Maximilian Hanel, Sebastian Ortwein, Dominik Lindner, Hans Obermayer, Riccardo Martin und Hubert Schrenk.

Einige gute Toraktionen, wie hier durch Laufens Sebastian Ortwein (Mitte), sahen die auserwählten Zuschauer in der Nonner Au am Samstag mittag. Jedoch fand keine ihr Ziel.
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