Laufen/Edling: Zum vorgezogenen Match gegen die DJK Edling reisten die Damen der SG Laufen/Leobendorf am vergangenen Mittwoch abend an. Ein Stück hinter Wasserburg am Inn trat die Truppe der Trainer Christian Schmidbauer und Fred Schuhböck an. Es wurde härter und knapper als vielleicht so mancher im Vorfeld dachte. Man hatte es mit einer körperlich sehr starken und lauffreudigen Heimmannschaft zu tun, wo von Seiten der Gäste schon einiges an Gegenwehr und Willen aufgebracht werden musste, um siegreich vom Feld zu gehen.
Im ersten Durchgang zeigte sich noch nicht ernsthaft, welches Team das bessere Ende für sich haben würde. Die SG Laufen/Leobendorf versuchte durch genaues Passspiel Chancen zu kreieren, scheiterte aber immer wieder am letzten Pass oder an der Schussgenauigkeit. Die DJK Edling im Gegensatz verließ sich ausschließlich auf schnelle Außenspielerinnen, die den Ball in den Strafraum brachten, doch dort keine Abnehmstationen fanden. Beide Mannschaften konnten nichts Entscheidendes auf den Platz bringen, so dass es ausschließlich eine intensive Partie wurde, die größtenteils im Zentrum des Spielfelds stattfand.
Nach dem Pausentee war klar, dass die Mannschaft mit mehr Willen und Kraftreserven diese Partie gewinnen würde. Oftmals versuchten beide Trainerteams durch Umstellungen/Wechsel den Gegner in Unsicherheit zu bringen. In der 61. Minute dann ein Treffer, der fast wie eine Erlösung wirkte. Im Mittelfeld setzte die SG nach und gewann nach Ballverlust den Ball zurück und brachte ihn trotz heftiger Gegenwehr in den Strafraum. Juliane Pixner versuchte sich dann mit dem Außenriß und brachte das Leder an der Torfrau zum 0:1 vorbei. Nur acht Minuten später klingelte es erneut im DJK-Tor. Verena Weber fasste sich aus 16 Metern ein Herz und hämmerte das Leder zum 0:2 unter die Latte (69.). Doch wer dachte, dass die Partie gelaufen wäre, der täuschte sich gewaltig. Die DJK Edling wusste dagegen zu halten und brachte nun die Lauffreudigkeit auf den Platz, die benötigt wurde. Gut rausgespielt konnte man in der 73. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielen. Dieser Treffer setzte nun bei den Hausherren Kräfte frei und sie drangen immer mehr in Richtung SG-Kasten. In Minute 86 erhielt die DJK Edling knapp vor der Strafraumgrenze einen Freistoß. Eine diskussionswürdiger Pfiff, der einer sehr differenzierten und exklusiven Regelauslegung des Unparteiischen zugrunde lag. Diesen Freistoß zog die Ausführende auf das linke untere Toreck. SG-Torfrau Lisa Stöllberger erwischte das Leder zuerst mit einer Flugeinlage, musste aber den Lichtverhältnissen und den mittlerweile nassen Handschuhen Tribut zollen - 2:2. Klar ist in einem Spiel auch, wer ein Tor mehr als der Gegner schießt, wird das Spiel gewinnen. Nun wollte man von der SG den "Lucky Punch" setzen und sich aufgrund der höheren Spielanteile mit einem Unentschieden nicht zufrieden geben. Das Mittelfeld trieb nun wieder stärker und aktiver an und brachte das Leder in der Nachspielzeit bis in den Strafraum hinein. Ein sehenswerter Pass durch die Abwehrkette landete bei Vanessa Hocheder, die mit einem linken Innenristschuss die Torhütern zum schlussendlichen 3:2 Auswärtssieg überwand. Obwohl der Unparteiische weitere zwei Minuten nachspielen ließ, verteidigte die SG dieses Ergebnis mit Mann (Frau) und Maus und konnte mit einem Auswärtsdreier glücklich nach Hause fahren.
Der 3:2 Auswärtssieg-Kader der SG Laufen/Leobendorf in Edling:
Lisa Stöllberger, Juliane Pixner, Leah Mayer, Christine Hahnemann, Stephanie Pixner, Stephanie Mühlthaler, Vanessa Hocheder, Spielführerin Magdalena Greimel, Elena Mayer, Marie Huber, Jessica Antosch, Sandra Dömel, Verena Weber, Sandra Swoboda und Eva Mayer.

Die SG-Spielerinnen aus Laufen/Leobendorf (in schwarz) jagen in dieser Situation der Ballführenden nach. Leah Mayer, Marie Huber, Magdalena Greimel und Jessica Antosch (von links).
Foto: Burgi Mayer (herzlichen Dank dafür)
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