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SV Laufen
Ruhpolding: Höchstpersönlich sorgte Laufens Spielführer Florian Hollinger mit seinen zwei Treffern beim Nachholspiel in Ruhpolding dafür, dass für den SV Laufen nur noch eine Zehenspitze zum Klassenerhalt fehlt. Mit einem souveränen und sehenswerten Auftritt sorgten die Salzachstädter dafür, dass nur noch minimale rechnerische Chancen bestehen, den SVL noch in Gefahr zu bringen. Der SV Ruhpolding hielt zwar wacker und offensiv dagegen, konnte aber im Abschluss zu selten zwingend werden.

Die Hausherren des SV Ruhpolding starteten sehr aktiv in das "Vatertagsspiel" gegen den SV Laufen. Sofort versuchten sie mächtig Druck auf das Tor des Laufener Debütanten, Emanuel Salomon, zu machen. Die erste Viertelstunde gehörte klar dem Heimteam, doch richtig zwingend konnten sie nicht agieren. Nach dieser Druckphase kamen die Salzachstädter besser auf. Nach 17 Spielminuten versuchte sich David Cienskowski mit einem Drehschuss auf das Tor. Diesen parierte Ruhpoldings Keeper Tobias Freimoser glänzend per Flugeinlage zum Eckstoß. Vier Minuten später legte Laufens "Arbeitsbiene" Christian Höhn auf Cienskowski ab, der aber das Freimoser-Gehäuse knapp verfehlte. In der 22. Minute war es Maximilian Weiß, der aus der Distanz abzog. Der gut angelegte Schuss flatterte am Tor vorbei. Trotz des Warnschusses des SV Ruhpolding machte der SV Laufen aktiv weiter und setzte einige Akzenten in der Offensive. Nach kurzem Durcheinander im Fünf-Meter-Raum kam das Leder an die Strafraumgrenze zu Christian Höhn. Höhn zog ab, fand jedoch noch nicht das Ziel (26.). Die nächste Torchance hatten dann wieder die Hausherren in der 34. Minute. Valentin Gstatter sprintete über die rechte Außenbahn in die Gefahrenzone und zog aus spitzem Winkel ab, verfehlte das Tor mit dieser Einzelaktion um den ein oder anderen Meter. Der SV Laufen stellte langsam fest, dass mit offensiv agierender Spielweise in Ruhpolding ein Dreier zu holen wäre und spielte dementsprechend weiter. Gerhard Nafe brachte in der 39. Minute David Cienskowski in Stellung. Dieser überlupfte Tobias Freimoser, doch Thomas Nawratil konnte einen Meter vor der Torlinie die Situation für sein Team klären. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte konnten die Salzachstädter dann die verdiente Führung erzielen. Nach Freistoß von Christian Höhn, der diesen im zweiten Versuch in den Strafraum brachte, umspielte Kapitän Florian Hollinger Keeper Tobias Freimoser gekonnt und netzte zum 0:1 ein. Ein kleiner Schock für den SV Ruhpolding vor dem Pausentee.

Die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs sahen die Zuschauer in der Seehauser Straße keine großartigen zwingenden Aktionen beider Mannschaften. Erst langsam schalteten die Mannschaften wieder einen Gang höher. SVR-Kapitän Walter Grassl führte in der 56. Minute für seine Mannen einen Freistoß aus zwanzig Meter aus. Grassls starker Schuss verfehlte den Torerfolg am Kreuzeck um knapp einen Meter. In aussichtsreicher Position wurde Laufens Gerhard Nafe in der 61. Minute mit einem Gassenpass von Maximilian Hanel eingesetzt, verzog anschließend zum Glück der Hausherren. Es entwickelte sich in der Folge ein offener Schlagabtausch. Ruhpolding in der Offensive durchaus gefährlich, aber auch der Gast war immer wieder in der Gefahrenzone vorzufinden. Das Mittelfeld der beiden Teams wurde teilweise blitzschnell überbrückt. Die eventuelle Zurückhaltung der ersten Hälfte wurde nun vollends abgelegt. Jonas Neuhofer war es in der 64. Minute, der seinen eingewechselten Mitspieler Liam Wirth aus kurzer Distanz in die Schnittstelle bediente. Wirths Abschluss war aber nicht gefährlich genug, um Laufens Goalie Emanuel Salomon in ernsthafte Gefahr zu bringen. Nur zwei Minuten später hätte im Ruhpoldinger Strafraum der Pfiff von Schiedsrichter Alt (SV Seeon) erklingen müssen. Alexander Jost brachte deutlich sichtbar Gerhard Nafe zu Fall. Der Unparteiische beurteilte die Situation entgegen der Meinungen von außen und entschied die Partie ohne Unterbrechung fortzusetzen. In der Schlussviertelstunde war der Gast aus der Salzachstadt schlussendlich spielbestimmender und hatte auch die größeren Tormöglichkeiten anzubieten. Nach Eckball von Christian Höhn in der 77. Minute nahm Kapitän Florian Hollinger das Leder aus der Drehung direkt, scheiterte aber am erneut sehenswert reagierenden Freimoser im Ruhpoldinger Kasten. In der 85. Minute war Laufens Spielführer Florian Hollinger dann aber der zweite Treffer des Tages vergönnt. Maximilian Weiß verlor wenige Meter vor dem Strafraum das Leder an den SV Laufen. Der eingewechselte Daniel Mayer passte gut auf und störte Weiß nach einem Stockfehler entscheidend, so dass der Pressball in Richtung Hollinger flog, der sich unbewacht im Strafraum befand. Hollinger agierte in der Folge äußerst souverän und abgeklärt und schob nach einer kurzen Körpertäuschung das Leder an Torwart Freimoser vorbei - 0:2. Die Messe schien ziemlich gelesen zu sein, der SVL bis zum Ende der regulären Spielzeit sehr gut verwaltend und in der Defensive früh in den Zweikämpfen zu sehen. In der Nachspielzeit (90+4) gelang den Hausherren trotz allem noch der Anschlusstreffer. Nachdem die Laufener Defensive nicht entscheidend klären konnte, und Ruhpoldings Spieler schon in Masse um den Strafraum anzufinden waren, schob man zweimal das Runde im Strafraum auf Thomas Nawratil, der diese Chance im langen Toreck zum 1:2 Endstand abschloss. Zu spät, um aus Sicht des SV Ruhpolding noch was zu holen, denn wenige Augenblicke später beendete Schiedsrichter Alt das Nachholmatch.

Der SV Laufen am "Vatertag" in Ruhpolding:
Emanuel Salomon, Michael Hollinger, Tobias Stockhammer, Patrick Pickelmann, Christian Höhn, Dominik Lindner, Benedikt Schauer, Kapitän Florian Hollinger, Maximilian Hanel, Gerhard Nafe, David Cienskowski, Daniel Mayer, Alexander Schumann, Fatos Krasniqi und Alexander Kalb



Die Roten aus Laufen (hier von links: Maximilian Hanel, Tobias Stockhammer und Florian Hollinger) machten am Donnerstag gegen die weiß-schwarzen aus Ruhpolding in der Defensive vieles richtig und agierten offensiv immer wieder brandgefährlich

Weitere Fotos der Partie hier in der Fotogalerie oder auf der SVL-Facebookseite.


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