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SV Laufen

Laufen: Der letzte Pfiff für den SV Laufen in dieser Herrensaison ertönt am kommenden Freitag in Teisendorf. Der letzte Pfiff und somit auch die letzte Chance nach einem Jahr wieder in die Kreisklasse zurückzukehren. Gegen den SC Vachendorf wird man um 18.30 Uhr relegieren.

Der SV Laufen schloss punktgleich mit dem Meister und Direktaufsteiger SV Leobendorf die A-Klasse 6 ab. Viele Experten rechneten mit einem ähnlichen Ausgang, so dass fast schon zu vermuten war, dass ein Team aus der Stadtgemeinde Laufen in die Relegation muss oder darf (liegt im Auge des Betrachters). Gegner am Freitag um 18.30 Uhr auf der Sportanlage in Teisendorf wird der SC Vachendorf sein. In der Kreisklasse 4 Saison 2015/2016 trafen diese beiden Teams schon einmal aufeinander. In Vachendorf siegte der Hausherr mit 2:0, während der SV Laufen auf heimischen Platz mit 2:1 als Sieger vom Platz geht. In beiden Vereinen hat sich seitdem einiges getan, so dass diese Marke nicht mehr als wirklich aussagekräftig verwendet werden kann.

Der SC Vachendorf rutschte noch am letzten Spieltag in der Kreisklasse 4 auf den drittletzten Tabellenplatz ab und musste den TSV Berchtesgaden an sich vorbeiziehen. Nach 7 Siegen, 6 Unentschieden und 13 Niederlagen bedarf es nun einem Nachsitzen. Schon zu Beginn der Saison stand man stetig im unteren Drittel der Kreisklasse, erholte sich lediglich in der Mitte der Saison und musste dann wieder den Blick nach unten wenden. Die beste Platzierung der Saison, Platz 9, konnte zwar über acht Spieltage hinweg gehalten werden, doch am Ende wurde der SCV dann noch auf den Relegationsplatz gespült. Die meisten Einsatzzeiten beim Hausherren vom Freitagabend hat ein alter Bekannter vom SV Laufen. Michael Kirschner weist mit 2.131 Minuten und 24 Spielen die meiste Zeit auf dem Rasen auf. In der internen Torjägerliste rangiert Kirschner auf Platz 2 hinter Georg Klauser, der mit 12 Treffern erfolgreichste Torschütze des SC Vachendorf ist.

18 Siege, 3 Unentschieden und 5 Niederlagen markieren den Weg des SV Laufen in der A-Klasse 6. Nach 26 Spielen heißt es nun für den SV Laufen Relegation und eine Zusatzreise nach Teisendorf. Ziemlich standhaft im Laufe der Saison bewegte sich die Mannschaft von Trainer Hermann Lindner zwischen Platz 1 und 3 und steht seit dem 14 Spieltag (von 26 Spieltagen) auf den ersten beiden Tabellenplätzen. Führungsspieler wie Christian Höhn und Florian Hollinger können mit 2.340 bzw. 2.333 Minuten die meiste Einsatzzeit für die Salzachstädter aufweisen. Auf Führungsspieler wie Höhn, Hollinger oder auch Oldie Putzhammer wird es auch am Freitag ankommen. Sie müssen mit ihrer Erfahrung die jüngeren Akteure führen, anleiten und gemeinsam mit Trainer Hermann Lindner das Emotionsschiff Relegation in die für den SV Laufen richtige Richtung steuern. Es wird darauf ankommen, dass alle 11 Mann auf dem Platz zusammenarbeiten und sich von möglichen Rückschlägen innerhalb von 90 Minuten nicht abbringen lassen, aber auch nicht von möglichen Erfolgserlebnissen zu sehr auf dem Getätigten ausruhen. Eine gesunde Balance zwischen Euphorie und Abgeklärtheit. So kann die Relegation ein Erfolg für den SV Laufen werden und den Weg zurück in die Kreisklasse weisen. Natürlich kann es auch auf die Offensivgewalt ankommen. David Cienskowski schloss mit 23 Treffern hinter Florian Görgmeier vom TSV Waging 2 (26 Tore) die Torschützenliste auf Platz 2 ab. Nafe (17), Lindner (11) und Putzhammer (9) folgen Cienskowski in der internen Liste mit einer durchaus beeindruckenden Anzahl an Toren.

Relegation kommt aus dem lateinischen „relegatio“. Dieses lateinische Wort bedeutet „Verweisung“, „Ausschließung“. Passend wäre es, wenn diesem lateinischen Wort am Freitagabend in Teisendorf dementsprechende Untermauerung geschieht und der SC Vachendorf durch eine sportlich herausragende Leistung des SV Laufen aus der Kreisklasse verwiesen werden könnte.


Auf diese beiden etablierten Spieler des SV Laufen kann es in der Freitagsrelegation durchaus ankommen. Kapitän Florian Hollinger (Mitte) und Helmuth Putzhammer (links).

Foto: Christian Schmidbauer für den SV Laufen (Archiv)


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