Laufen: Auf gut bayerisch heißt es so schön „Die Sau ist tot“. Für den SV Laufen geht es nicht mehr um den Aufstieg, für den SV Leobendorf wurde letztes Wochenende der sofortige Abstieg in die A-Klasse bittere Realität. Nichtsdestotrotz findet nächsten Samstag, den 2. Juni um 15 Uhr auf dem Sportplatz in Leobendorf das Lokalderby der Kreisklasse statt.
Der SV Leobendorf musste von der Couch aus, sie waren spielfrei, vergangenes Wochenende zur Kenntnis nehmen, dass nach einem Jahr Kreisklasse der sofortige Wiederabstieg in die A-Klasse bittere Realität ist. Grund dafür für diese vorzeitige Entscheidung ist, dass der TSV Bad Reichenhall mit einem 2:1 gegen den SV Oberteisendorf den Relegationsplatz sicher machte. 4 Siege, 7 Unentschieden und 12 Niederlagen vor dem letzten Spieltag waren schlussendlich zu wenig um die Klasse zu halten. Mit 28 geschossenen Toren hat man zudem über den Saisonverlauf hinweg die sparsamste Offensive auf Seiten des SV Leobendorf, was mitunter als Mitindiz zu sehen ist. Doch mit einer noch immer jungen Mannschaft kann der Lokalrivale des SV Laufen in der neuen Saison in der A-Klasse sicherlich wieder ein gewichtiges Wörtchen um den Wiederaufstieg mitsprechen.
Der SV Laufen ganz anders: Sie spielten eine sensationelle Aufstiegssaison und werden die Saison definitiv nach 38 Pluszählern auf dem 4. Rang im Endklassement beenden. Das erfahrene Team von Trainer Hermann Lindner verstand es im Saisonverlauf immer wieder in wichtigen Spielen die Punkte einzufahren und dabei starke Konkurrenz wie beispielsweise aus Fridolfing, Piding oder auch Bischofswiesen hinter sich zu lassen und sogar Favoriten wie dem SV Oberteisendorf glatte sechs Punkte abzunehmen. Erstaunlich ist, dass der SV Laufen in keiner Statistik so wirklich heraussticht, sondern sich mehr als „Allrounder-Truppe“ in diesem Bereich versteht. Nichts perfekt, aber in vielem ziemlich gut.
Mit diesen Vorzeichen geht es nun zum Lokalderby nach Leobendorf. Um 15 Uhr am Samstag, den 2. Juni treffen die Teams aufeinander. Hier spricht die Statistik der letzten Derbys ab der Saison 2016/2017 eindeutig für die Gastgeber vom Samstag: 2:0, 5:0 und 0:2 aus Sicht des SV Leobendorf sind eine mehr als deutliche Sprache. Ob sich aber der SV Leobendorf aufgrund dieser Werte in die Favoritenrolle drängen lässt, kann mehr als bezweifelt werden, da der SV Laufen weit oben im Kreisklassenklassement steht. Beide Mannschaften können also befreit aufspielen, am Tabellenstand wird sich definitiv nichts ändern. Nur in der Derbystatistik – aber vielleicht sind Zahlen doch nur „Gekritzel“ auf dem Papier und ein vorerst letztes Lokalderby schreibt ihre eigene Geschichte und hat seine eigenen Regeln.
Samstag, 2. Juni um 15 Uhr in Leobendorf – ein Fixtermin für alle Fußballinteressierten der Stadtgemeinde Laufen. Eins sei versprochen: Man wird zahlreiche bekannte Gesichter sehen und mit Sicherheit nicht alleine irgendwo am Rand stehen müssen, denn Fußball verbindet nicht nur Bekannte, sondern macht auch Fremde zu Freunden.

Ob sich Tobias Stockhammer (SV Laufen) und Maximilian Schäfer (SV Leobendorf) wieder so in die Zweikämpfe stürzen werden, wo es eigentlich um nichts mehr geht, bleibt abzuwarten.
Foto: Christian Schmidbauer (Archiv SV Laufen)
