Laufen: Nach der Enttäuschung am vergangenen Wochenende beim TSV Tittmoning, zumindest für die 1. Mannschaft des SV Laufen, steht am Samstag, den 13. Oktober der letzte gemeinsame Heimspieltag der beiden Herrenmannschaften des SVL im Jahr 2018 auf dem Programm. Die Zweite empfängt den FC Traunreut II (15 Uhr) und die Erste ist Gastgeber für den SC Vachendorf (17 Uhr).
Frust ist der Frost der Seele. Diesen Frust aus der 0:5 Klatsche beim TSV Tittmoning gilt es spätestens am Samstagnachmittag abzuschütteln. Die Eckstein-Elf muss in der Trainingswoche die individuellen Fehler abstellen und zusehen, dass man defensiv wieder besser steht. Mit 26 Gegentreffern stellt der SV Laufen derzeit die anfälligste Defensive der Kreisklasse und empfängt nun die zweitbeste Defensive der Liga (SC Vachendorf). Allerdings ist der SC Vachendorf, der vergangenes Wochenende spielfrei hat, vorne keineswegs unter den Gefährlichsten der Kreisklasse. Mit lediglich 12 geschossenen Toren bei 11 kassierten Treffern ist der SCV in dieser Statistik auf dem vorletzten Platz zu finden. Eine anfällige Defensive gegen eine nicht allzu gefährliche Offensive – wie wohl so ein Spiel enden könnte. Alles Wahrsagerei, denn beide Teams werden vor dem Spieltag versuchen, ihre Schwächen zu bearbeiten und am Samstag deutlich besser in dieser Hinsicht aufzutreten. Vor allem die Führungsspieler beim SV Laufen sind nun gefragt, nach zwei Niederlagen in Folge, ihre Mitspieler aufzurichten und vehement vorne wegzugehen. Nur so kann man einen erfolgreichen Jahresabschluss auf heimischen Rasen bewerkstelligen und für die vergangenen Spiele ein wenig entschädigen. Denn langsam, und so viel Alarmstimmung sollte herrschen, fällt man in der Kreisklasse in gefährliche Gefilde zurück. Zehn Punkte Abstand nach oben, jedoch nur fünf Punkte nach unten sind hier keinesfalls ein sicheres Polster. Huub Stevens wusste schon, dass die Null zu stehen hat. Das wäre natürlich eine absolute Wunschvorstellung und würde der Laufener Defensive selbst mehr als gut tun. Man hat an den SC Vachendorf eigentlich überwiegend positive Erinnerung. Vor allem bleibt der Relegationssieg vor zwei Jahren in Erinnerung, als der SV Laufen in Teisendorf den SC Vachendorf souverän mit 4:0 besiegte und so den Tausch von A-Klasse in Kreisklasse bewerkstelligte. Ein 2:0 für den SC Vachendorf und ein 2:1 für den SV Laufen stehen in der weiterführenden Statistik der Aufeinandertreffen der Samstagskontrahenten. Um 17 Uhr heißt es also für die Mannen von SVL-Spielführer Florian Hollinger nochmal alles was möglich ist abzurufen, um das Heimjahr 2018 erfolgreich abzuschließen und den aufgestauten „Frost der Seele“ abzuschütteln.
Ein wenig vorgemacht hat es die „Rese“ auswärts beim TSV Tittmoning II, die über eine mannschaftliche Geschlossenheit einen Punkt erkämpfte und zufrieden damit war und ist. Ein 0:0, wo leider auch vorne, aber vor allem hinten die Null stand. Trainer Hans Obermayer war mit dem Auftritt in Tittmoning zufrieden und will nun beim Heimspiel gegen den FC Traunreut II punktereich nachlegen. Als aktuell Tabellenvierter gilt die Obermayer-Elf am Samstag um 15 Uhr als Favorit. Obwohl nur vier Punkte Vorsprung vor dem FC Traunreut II ist die Tabellenkonstellation ausschlaggebend für diese Annahme. 20:12 Tore auf Seiten des SV Laufen und 24:19 Tore für den FC Traunreut zeigen hier aber durchaus ein ausgewogenes Verhältnis. Eine spannende Partie kann erwartet werden, wo der SV Laufen II für einen erfolgreichen Heimspielsamstag des SVL sorgen will und die kleine Favoritenrolle auf dem grünen Rasen umsetzen will. Ähnlich wie beim Spiel der „Ersten“ gilt es alles Mögliche abzurufen und den Dreier an der Salzach zu behalten. Das Aufstiegsrennen in der C-Klasse ist so eng gestrickt, dass jeder Dreier Gold wert ist und die Konkurrenz gehörig unter Druck setzen kann.

Laufens Christian Höhn, Kapitän Florian Hollinger (hinten) und Michael Hollinger wollen am Samstag wie im Relegationsspiel vor zwei Jahren den SC Vachendorf erfolgreich bespielen.
Foto: Beinschuss.de
