Laufen: Fußball kann grausam sein. Nur eine Woche nach dem fulminanten 6:1-Erfolg gegen Leobendorf herrscht an der Freilassinger Straße tiefe Ernüchterung. Vor heimischer Kulisse fand der SV Laufen am Sonntagnachmittag, den 29. März 2026 wenig Mittel gegen den ASV Piding und kassierte eine empfindliche 1:4-Heimniederlage. Damit rückt die Abstiegszone für die Salzachstädter bedrohlich nahe.
Dabei begann die Partie für die Hausherren durchaus vielversprechend. Schon in der 2. Minute prüfte Gabriel Öllerer den Pidinger Schlussmann Alexander Mihelin mit einem platzierten Flachschuss. Doch das erste Tor fiel auf der Gegenseite: Nach einer Ecke in der 10. Minute nutzte Maximilian Rampeltshammer die Schläfrigkeit der Laufener Hintermannschaft und traf aus 20 Metern zum 0:1. Ein teuer erkaufter Treffer, da Rampeltshammer sich dabei verletzte und prompt ausgewechselt werden musste. Laufen drängte auf den Ausgleich, ließ aber zunächst hochkarätige Chancen liegen. In der 30. Minute schien der Knoten endlich geplatzt: Florian Ramgraber verwertete eine Draak-Flanke per Kopf zum verdienten 1:1. Die Freude währte jedoch nur Sekunden. Fast im direkten Gegenzug narrte Johannes Baumgartner die SVL-Abwehr und stellte auf 1:2 (31.). Der Schock saß tief. Noch vor der Pause erhöhte Xaver Wachs per Freistoß aus dem Halbfeld auf 1:3 (38.) – ein Treffer, der so nicht alle Tage fällt und wohl zum Gesamtbild passte.
Wer auf eine Aufholjagd in der zweiten Halbzeit gehofft hatte, wurde früh enttäuscht. In der 49. Minute markierte erneut Johannes Baumgartner nach einem Solo über die Außenbahn das 1:4. Damit war der Widerstand der Gastgeber weitestgehend gebrochen. Zwar stemmte sich Laufen in der Schlussphase noch einmal gegen die drohend hohe Niederlage, doch sowohl Öllerer als auch die Kopfballstafetten nach Standards fanden in Mihelin ihren Meister.
Der bittere Schlusspunkt der Partie: In der 88. Minute sah SVL-Kapitän Maxi Obermayer nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte durch den guten Schiedsrichter Christopher Laufke, was jedoch auf den Spielverlauf keinen Einfluss mehr nahm.
Während der ASV Piding wichtige Punkte im Tabellenkeller sammelt, muss der SV Laufen schleunigst die Stabilität wiederfinden, um nicht vollends in den Abstiegssog zu geraten.
