Laufen/Kammer: Der SV Laufen hat im Kampf um den Klassenerhalt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Am Samstagnachmittag ließen die Salzachstädter bei der DJK Kammer nichts anbrennen und entführten mit einem hochverdienten 4:0-Auswärtssieg drei „Big Points“ aus dem Chiemgau. Trotz kurzer Phasen des Bangens blieb die Elf von der Salzach spielbestimmend und offensivfreudig.
Schon nach zwei Minuten setzte der Gast die erste Duftmarke: Ein Freistoß von Julian Draak zischte nur knapp am Pfosten vorbei. Kammer antwortete prompt durch Christoph Wimmer, dessen Direktabnahme nach einer Flanke jedoch über den Querbalken segelte. Laufen agierte keinesfalls wie ein Abstiegskandidat, sondern übernahm mutig das Kommando. In der 7. Minute zwang Draak DJK-Keeper Samuel Maier zu einer Glanzparade, kurz darauf verhinderte das Aluminium die Führung: Nach einer Ecke köpfte Simon Maier den Ball krachend an die Latte. Der läuferische Aufwand wurde in der 18. Minute belohnt. Kapitän Maximilian Obermayer bewies Übersicht und schickte Marco Freimanner mit einem Traumpass in die Spitze. Freimanner blieb cool und überlupfte den herauseilenden Maier zum 0:1.
Zehn Minuten später wurde es kurios: Schiedsrichter Rappolder entschied nach einem harmlosen Zweikampf auf Strafstoß für Kammer – eine höchst schmeichelhafte Entscheidung. Doch Laufens Rückhalt Thomas Böhm roch den Braten, tauchte ab und parierte den Elfmeter von Maximilian Kosak glänzend. Laufen blieb am Drücker, verpasste es aber, vor der Pause durch Freimanner nachzulegen. Auf der Gegenseite verhinderte Böhm in der Nachspielzeit mit einem Reflex gegen Kosak den schmeichelhaften Ausgleich.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Laufen das tonangebende Team. In der 59. Minute war es so weit: Nach einer feinen Vorarbeit von Freimanner mit dem Außenrist vollendete Julian Draak eiskalt zum 0:2. Kammer zeigte sich nun fehleranfällig. In der 66. Minute vertändelte die DJK-Abwehr den Ball gegen den aufmerksamen Simon Maier, der uneigennützig querlegte – Gabriel Öllerer brauchte nur noch zum 0:3 einzuschieben. Den Schlusspunkt unter eine starke Mannschaftsleistung setzte der eingewechselte Youngster Thomas Feil. In der 76. Minute vollendete er einen Tempogegenstoß zum 0:4-Endstand. Simon Maier hätte kurz vor Schluss beinahe noch das fünfte Tor nachgelegt, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins am Kammerer Schlussmann.
