Laufen: Was für eine furiose Fußballwoche an der Freilassinger Straße und den umliegenden Sportplätzen! Von fulminanten Kantersiegen über packende Derby-Krimis in letzter Sekunde bis hin zum Sprung an die Tabellenspitze – die Mannschaften des SV Laufen und ihrer Spielgemeinschaften boten den Fans in den vergangenen Tagen feinsten Unterhaltungswert und sportliche Höhepunkte am laufenden Band.
Ein echtes Highlight sahen die über 200 Zuschauer am Freitagabend an der Freilassinger Straße. Im Duell mit dem Aufstiegsaspiranten aus Kirchanschöring zeigte der SV Laufen eine bärenstarke Leistung, musste sich am Ende jedoch mit einem Remis begnügen. Die Hausherren erwischten einen Start nach Maß: Nach einer feinen Kombination über Michael Hollinger und Gabriel Öllerer hievte Julian Draak den Ball bereits in der 2. Minute zur viel umjubelten 1:0-Führung in die Maschen. Laufen blieb am Drücker, versäumte es jedoch durch Öllerer (12.) und Sebastian Hager (16.), frühzeitig nachzulegen. Das rächte sich: Die Gäste kamen besser auf und glichen in der 27. Minute durch Tomislav Bandic zum 1:1 aus. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo hoch. Kirchanschöring traf per Kopf nur die Latte (46.), während auf der Gegenseite SVK-Keeper Maier mit einer spektakulären Doppelabwehr gegen Hager den Laufener Führungstreffer verhinderte. In einer hochdramatischen Schlussphase, in der Felix Meißner auf Laufener Seite noch die Gelb-Rote Karte sah (87.), blieb es beim leistungsgerechten, aber für Laufen unglücklichen Unentschieden.
Großer Jubel in Leobendorf! Die erste Garde der U13-SG sicherte sich am Freitagabend vor 40 Zuschauern nicht nur drei verdiente Punkte, sondern kletterte damit vorerst auf den 1. Tabellenplatz. Ein Blitzstart in der 6. Minute brachte die frühe Sicherheit. Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Hausherren die Partie und machten in der 60. Minute mit dem Treffer zum 2:0 den Heimsieg unter der Leitung von Schiedsrichter Markus Kretz perfekt.
Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die 30 Zuschauer am Samstagnachmittag beim direkten Nachbarschaftsderby der A-Junioren. Die Gäste erwischten einen Traumstart und gingen durch Schwarzer (9') und Hobmayer (12') schnell mit 0:2 in Führung. Doch die Heimelf bewies Moral: Nico Jani verkürzte vor der Pause (27'), ehe ein Eigentor der Gäste in der 49. Minute den Ausgleich brachte. Als Surheim in der 88. Minute das bittere 2:3 erzielte, schien das Spiel gelaufen – doch erneut war es Nico Jani, der in der 90. Minute per Last-Minute-Treffer den viel umjubelten Punkt zum 3:3-Endstand rettete.
Bereits am Mittwochabend hatte dieselbe Spielgemeinschaft ein Ausrufezeichen gesetzt. Gegen das Tabellenschlusslicht aus Grassau zeigten sich die Salzachstädter in absoluter Torlaune. Mit einer beruhigenden 3:0-Führung ging es in die Kabinen, in der 68. Minute erhöhte die SG sogar auf 4:0. Der Ehrentreffer der Gäste zum 4:1 (86.) war nur noch Ergebniskosmetik. Die SG festigt damit Platz 7.
Ein echtes Kuriosum bot die zweite Mannschaft der D2 Junioren am Freitag. Nach einem 0:2-Pausenrückstand folgte der "Sechs-Minuten-Wahnsinn": Zwischen der 36. und 42. Minute drehte die Heimelf das Spiel mit drei Toren binnen kürzester Zeit komplett auf 3:2. Am Ende reichte es nach dem Ausgleich der Gäste (52.) zu einem hochverdienten Punktgewinn.
Die U15 der SG Laufen/Leobendorf bleibt in der Kreisklasse weiter auf Titelkurs. In einer engen Partie gegen die SG Surheim/Saaldorf reichte eine scharfe Hereingabe von der linken Seite in der 14. Minute, die ein Verteidiger der Gäste unglücklich im eigenen Tor unterbrachte. Dank einer konzentrierten Defensivleistung in der Schlussphase brachten die Junioren das knappe 1:0 über die Zeit und halten den Meistertraum am Leben.
Weniger Fortune hatten die Frauen der (SG) TSV Fridolfing/SV Laufen. Bei der (SG) SpVgg Jettenbach/TSV Gars musste man sich am Freitagabend trotz großem Kampf mit 1:2 geschlagen geben. Nach einem 0:2-Rückstand keimte durch den späten Anschlusstreffer von Mareike Donislreiter (87.) noch einmal Hoffnung auf, für eine komplette Aufholjagd war die verbleibende Spielzeit jedoch zu kurz.
