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Laufen: Eine interessante und spannende Partie lieferten sich am Samstagnachmittag zwei willige Teams in Laufen. Im Testmatch begrüßte der SV Laufen den SV Kirchanschöring II und behielt in einem torreichen Spiel mit 4:3 die Oberhand.
Schon die Anfangsphase zeigte, dass wenig Abtasten an der Freilassinger Straße in Laufen gefragt war. Beide Teams machten Druck auf das gegnerische Tor und hatten kleinere Chancen zu Treffern. Nach über einer Viertelstunde (16.) schepperte es dann erstmals im Gebälk. Laufens Spielführer Tobias Stockhammer eroberte im Mittelfeld das Leder und leitete auf Christian Höhn weiter. Dieser wiederum bediente per Diagonalpass den in den Strafraum einlaufenden Simon Maier, der nicht lange fackelte und das Leder unter die Latte hämmerte – 1:0. In der Folge hatte der Gast mehr vom Spiel und erschien des Öfteren vor dem Kasten des Heimtorhüters Alexander Kalb. Christoph Spitz war es in der 19. Minute, der im Duell mit Kalb unterlag. Auch Christian Rosmers Flachschuss in der 21. Minute fand nicht sein Ziel. Alexander Kalb begrub Rosmers Schuss unter sich. Die Bemühungen der Gäste wurden in der 28. Minute erstmals belohnt. Einen Distanzschuss von Christian Rosmer konnte Alexander Kalb nur unglücklich nach vorne abklatschen. Christopher Weiß nahm das Geschenk dankend an – 1:1. Nach 37. Minuten stach Florian Moser über halblinks in den Strafraum vor. Aus leicht abseitsverdächtiger Position erhielt er von Christopher Weiß das Leder präsentiert, konnte aber in der Folge Alexander Kalb nicht überwinden. Auf der Gegenseite war es eine Minute später Tobias Prantler, der sich versuchte. Doch Prantlers Schuss strich haarscharf am Tor vorbei. In der 41. Minute führte ein schneller Gegenstoß des SV Laufen zum zweiten Treffer der Hausherren. Simon Maier schickte Tobias Prantler und Michael Hollinger in den spitzen Winkel des Strafraums. Letzterer schnappte sich das Spielgerät und verlud SVK-Torhüter Simon Gaugler zum 2:1. Lange währte die Freude nicht, denn schon kurz nach dem Wiederanpfiff schlug es hinter Kalb ein zweites Mal ein. Florian Moser kam wieder über halblinks durch und legte ins Zentrum zu Christopher Weiß, der Kalb das Leder durch die Füße schoss. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte es durchaus nochmals einschlagen können, diesmal wieder im Kasten von Simon Gaugler. Martin Rudholzer marschierte bis zur Grundlinie durch und bediente Michael Hollinger am kurzen Pfosten. Hollingers Schuss flog aber dann doch deutlich am Tor vorbei (45.).
Nachdem zu Beginn der zweiten Hälfte die größten Wechselzeiten vorüber waren, ging es wieder auf dem grünen Rasen zur Sache. Den ersten Schlag setzte der SV Laufen. Nach Eckstoß von Tobias Prantler in der 55. Minute war es der aufgerückte Spielführer Tobias Stockhammer, der aus gut elf Metern per Aufsetzer Gaugler zum 3:2 überwand. Doch wiederum hielt der Vorsprung nicht allzu lange. Eine Minute nach Laufens erneuter Führung glich Christopher Weiß mit seinem dritten Treffer des Tages erneut aus – 3:3. In Minute 70 war es Laufens Tobias Prantler der Torwart Simon Gaugler prüfte. Gaugler tauchte ab und klärte Prantlers Chance zum Eckstoß. Drei Minuten später wurde es ein wenig kurios. Sebastian Gerl foulte den in den Strafraum stürmenden Michael Hollinger elfmeterwürdig. Doch Schiedsrichter Christopher Laufke, der aufgrund der fairen Spielweise wenig Arbeit hatte (er musste nur einmal „Gelb“ ziehen), ließ aufgrund Vorteils weiterlaufen. Der Ball lag unter Hollinger und Gaugler versuchte irgendwie heranzukommen. Doch Hollinger schaltete am schnellsten, sprang, nachdem die Situation nicht abgepfiffen wurde, auf und schob das Leder zum 4:3 an Gaugler vorbei (73.). Zum Ende hin machte der Gast vom SV Kirchanschöring II nochmal Dampf. Höhepunkt war die Chance von Christoph Spitz in der 89. Minute. Dieser kam aus spitzem Winkel zum Schuss, doch der mittlerweile im Laufener Tor stehende Micha Rinninger hielt im Nachfassen den Testsieg fest.

Gästekapitän Christian Rosmer im Rückwärtsgang. Verfolgt unter strömenden Regen von Tobias Prantler.
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Liebe Vereinsvertreter, liebe Amateurfußballer in Bayern, liebe Funktionäre,
zuvorderst einmal ist es mir ganz besonders wichtig, Euch allen mein großes Dankeschön auszusprechen. Wie Ihr diese so zuvor nicht gekannte Krise in den vergangenen Monaten gemeinsam gemeistert, wie ihr häufig während des Lockdowns in Eurem Ort soziale Verantwortung mitgetragen, wie Ihr vorbildlich die staatlichen Regelungen umgesetzt und mit uns über den richtigen Weg des Amateurfußballs diskutiert habt, verdient den allergrößten Respekt. Auch wenn wir uns dies alles sehr gerne erspart hätten, so zeigt doch gerade diese schwierige Zeit, dass der Amateurfußball in Bayern lebt, er in der Lage ist, nicht nur auf, sondern auch abseits des Platzes Großes zu leisten. Das ist außergewöhnlich!
Wir alle warten mit großer Ungeduld auf den Zeitpunkt, an dem es endlich wieder losgeht, wir mehr als „nur“ Testspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten können. Da geht es Euch so wie uns. Genau deshalb haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv daran gearbeitet, die Grundlage zu schaffen, um eine baldige Entscheidung herbeizuführen. Selten in der Öffentlichkeit, denn es braucht an dieser sensiblen Stelle im Dialog mit der Politik vor allem Diplomatie und Durchhaltevermögen. Wir haben einiges erreicht, so können wir zumindest wieder trainieren, beim Nachwuchs dürfen wieder Eltern zuschauen. Das aber ist nicht genug. Umso wichtiger ist es aus unserer Sicht, Euch jetzt auch offen zu sagen, was wir an entscheidender Stelle beim für uns zuständigen Innenministerium klar hinterlegt haben und welche wichtigen Positionen für uns maßgebend sind:
· Wir haben unter Mitwirkung unseres Verbandsarztes Dr. Werner Krutsch ein weiteres umfassenden Hygiene-Konzept – wie schon für Training zunächst ohne und dann mit Kontakt – erstellt, das für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs unter Zulassung einer begrenzten Zahl an Zuschauern allen Vereinen als Muster dient und zeigt, dass wir alle zusammen gemeinsam Verantwortung übernehmen können.
· Wir haben beim Innenministerium klar zum Ausdruck gebracht, dass wir es nicht im Ansatz nachvollziehen können, warum Freiluft-Theater oder Konzerte mit bis zu 400 Besuchern erlaubt sind, Zuschauer beim Fußball aber nicht. Wir vertreten hier klar den Standpunkt, dass gleiche Maßstäbe für alle gelten sollen, und ein Fußballplatz genügend Raum bietet, um die Abstandsregelungen einhalten zu können.
· Natürlich besitzt die Gesundheit aller oberste Priorität, das steht außer Frage und dies respektiert der BFV natürlich vollumfänglich. Dennoch ist es für uns keinesfalls schlüssig, warum Zuschauer im Amateurfußball verboten sind, während Theater, Kino, Gastronomie, etc. unter merklich beengteren Verhältnissen Gäste begrüßen und bedienen dürfen.
· Es stößt immer mehr auf Unverständnis, warum bei Amateurspielen im Freien in Baden-Württemberg bis zu 500 Zuschauer und in Hessen bis zu 250 Zuschauer zugelassen sind, in Bayern aber keine Zuschauerregelung gefunden werden kann. Es geht bei unserem Spielbetrieb doch in der Regel nicht darum, Fankurven in Stadien, bei denen man eng zusammensteht, zu füllen, sondern eine gewisse Anzahl von Vereinsmitgliedern, Eltern und Freunde und Freundinnen auf Fußballplätze zu bringen, die genügend Platz bieten, um Abstand zu halten. Wir haben mehrfach Lösungen vorgeschlagen und uns angeboten, Regularien mit auszuarbeiten.
· Mit einer staatlichen Entscheidung, ob wir den Wettkampfspielbetrieb vor Zuschauern wiederaufnehmen können, ist laut Nachricht aus dem Innenministerium leider nicht vor dem 1. September 2020 zu rechnen. Von daher hat sich der BFV-Vorstand dazu entschieden, seinen Vereinen eine gewisse Vorlaufzeit zur Umsetzung der dann geltenden Hygienekonzepte einzuräumen und den Spielbetrieb (falls es endlich staatlich erlaubt wird) ab dem 19. September 2020 fortzusetzen (einzelne Spiele wären nur dann früher möglich, wenn beide beteiligten Vereine dies wünschen).
· Alle Informationen sind auch hier ausführlich auf unserer Internetseite nachzulesen. Bitte nutzt diese Möglichkeit auch weiterhin, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Eine Entscheidung über den weiteren Fortgang trifft einzig und alleine die Bayerische Staatsregierung, die Vereine und der BFV haben ihre Hausaufgaben gemacht. Der Ball liegt jetzt in der Spielhälfte der Politik, sie muss entscheiden, ob sie mitspielt oder ob sie Euch, unsere über 4500 Vereine, weiter im Abseits stehen lässt und damit Eure Existenz aufs Spiel setzt. Wir wissen um die großen Nöte vor Ort, die jeder Tag mehr mit sich bringt, wenn der Ball bei Euch vor Zuschauern nicht rollen kann. Wir müssen gemeinsam verantwortlich handeln, dazu gehört es selbstverständlich, die Gesundheit zu schützen; es gehört aber auch dazu, der kraftvollen und vielfältigen Vereinslandschaft in Bayern eine sportliche und somit auch wirtschaftliche Perspektive zu geben.
Wir werden auch weiterhin alles dafür tun und uns weiterhin mit voller Kraft einsetzen, dass der bayerische Amateurfußball zumindest eine Gleichbehandlung erfährt. Auch Euch bitten wir, alle weiterhin gemeinsam an einem Strang zu ziehen, politische Vertreter bei Euch vor Ort anzusprechen und dabei klar zum Ausdruck zu bringen, welche Positionen wir gemeinsam vertreten. Denn klar ist auch: Es kann nur gemeinsam gehen. Vereine, Verband – und jetzt vor allem die Politik.
Euer Dr. Rainer Koch (Präsident Bayerischer Fußball-Verband)
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