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Laufen: Der SV Laufen gewann vergangenen Samstagnachmittag auch das zweite Stadtderby der Saison gegen den SV Leobendorf. In einem eher unaufgeregten Stadtderby und nicht unbedingt hochkarätigem Spiel auf dem Leobendorfer Sportplatz reichten zwei Tore von Torjäger David Cienskowski, um den Derbysieg einzupacken.
Der SV Leobendorf begann im vorerst letzten Kreisklassenspiel vor dem bitteren Abstieg in die A-Klasse äußerst engagiert und konnte in der ersten Halbzeit druckvoll nach vorne agieren. Vor allem in den ersten zehn Minuten kesselten die Hausherren den Gast vom SV Laufen in der eigenen Hälfte ein, die sich selbst schwer taten ins Match zu finden und Bälle klar zu klären. Doch aus dem Spiel konnte der SV Leobendorf die Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten der Lindner-Elf nicht nutzen. Erst eine Standardsituation sorgte für die verdiente Führung. Einen Eckball von Tobias Walter getreten köpfte Andreas Riedner zum 1:0 in die Maschen (30.). Da war dann aber schon eine halbe Stunde gespielt und es schien so, als wenn die Druckphase des SV Leobendorf langsam aber sicher sein Ende finden würde. Geduldig spielte der SV Laufen weiter und konnte in der 36. Minute den Spielstand schnell ausgleichen. Wiederum musste eine Standardsituation den Ausgangspunkt setzen. Kapitän Florian Hollinger schnappte sich gut 20 Meter vor dem gegnerischen Tor das Leder zum Freistoß. Flach schoss er diesen in die Gefahrenzone, wo David Cienskowski mit der Schuhspitze die Richtung entscheidend verändern konnte und somit Patrick Wolany im Leobendorfer Kasten völlig falsch erwischte – 1:1 (36.). So ging es dann auch in die Pause.
Nachdem nun der Regen sich über Leobendorf verzogen hatte, wurde der SV Laufen besser und konnte die Spielhoheit gewinnen. Alleine die Spielanteile wiesen ein wenig den Weg für die zweite Hälfte. Zuerst war es ein Konter in der 57. Minute, der erhebliche Gefahr beim SV Leobendorf hervorrief. Nach einem Doppelpass mit Gerhard Nafe fand sich Michael Hollinger im Fünf-Meter-Raum. Doch anstatt sofort abzuschließen suchte er mit einem Querpass einen noch besser postierten Mitspieler, fand dabei aber nur Leobendorfer Füße. Was sich ein wenig ankündigte wurde in der 65. Minute Wirklichkeit. Die Laufener Führung zum 2:1. Erneut ging ein schnell und gut vorgetragener Spielzug voraus. Michael Hollinger trieb nach einer Balleroberung hinter der Mittellinie das Leder voran und passte in der Folge auf den im linken Halbfeld postierten Gerhard Nafe. Nafe setzte mit einem Diagonalpass den völlig unbehelligten David Cienskowski in Szene, der mit einem flachen strammen Schuss Patrick Wolany überwand – 2:1. Die Luft war noch nicht aus dem Derby, denn der SV Leobendorf wollte keinesfalls als Verlierer vom Platz gehen und versuchte teils verzweifelt das Leder im Tor von SVL-Goalie Alexander Kalb unterzubringen. Ein wirkliches Gustostückchen wurde das Derby zwar nicht, aber ein wenig mehr Pfeffer war nun wenigstens drin. Kurz vor Ende des Stadtderbys ging es nochmal höher her in der Nähe der Strafräume. Nach Eckstoß von Laufens Maximilian Luckner versuchte es David Cienskowski mit seinem persönlichen Dreierpack. Cienskowski nahm die Ecke sofort per Dropkick, schoss aber aus kürzester Distanz direkt in die Arme von Wolany. Leobendorf war weiterhin bemüht nicht als Verlierer vom Platz zu gehen, doch aus dem Spiel heraus fand man nicht die entscheidenden Lösungen. Mit der Schlussminute hätte im Gegensatz dazu der SV Laufen den dritten Treffer erzielen müssen. Und wiederum war es David Cienskowski. Michael Hollinger startete erneut aus dem Zentrum durch und konnte im Strafraum den erneut freistehenden Cienskowski bedienen. Der Laufener Torjäger knallte diesmal den Ball mit Wucht um einiges am Tor vorbei.
Mit dem 2:1 Sieg konnte der SV Laufen im Gegensatz zur Vorsaison 2016/2017 beide Stadtderbys, in der Vorrunde siegte man nach einem Tor von Maximilian Schmidt mit 1:0, für sich entscheiden und sich für die A-Klassen-Niederlagen rehabilitieren. Der SV Laufen schloss die Kreisklassensaison als Aufsteiger mit einem hervorragenden 4. Platz im Endklassement ab, während der SV Leobendorf wieder in die A-Klasse zurück muss. Dies war aber schon vor dem Anpfiff des zweiten Derbys klar.

Maximilian Schäfer vom SV Leobendorf (hier in weiß) konnte mit seinen Mannen keine entscheidenden Lösungen gegen den SV Laufen finden – hier vertreten durch Maximilian Luckner (leicht verdeckt) und Kapitän Florian Hollinger.
Foto: Christian Schmidbauer für den SV Laufen
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Laufen: Auf gut bayerisch heißt es so schön „Die Sau ist tot“. Für den SV Laufen geht es nicht mehr um den Aufstieg, für den SV Leobendorf wurde letztes Wochenende der sofortige Abstieg in die A-Klasse bittere Realität. Nichtsdestotrotz findet nächsten Samstag, den 2. Juni um 15 Uhr auf dem Sportplatz in Leobendorf das Lokalderby der Kreisklasse statt.
Der SV Leobendorf musste von der Couch aus, sie waren spielfrei, vergangenes Wochenende zur Kenntnis nehmen, dass nach einem Jahr Kreisklasse der sofortige Wiederabstieg in die A-Klasse bittere Realität ist. Grund dafür für diese vorzeitige Entscheidung ist, dass der TSV Bad Reichenhall mit einem 2:1 gegen den SV Oberteisendorf den Relegationsplatz sicher machte. 4 Siege, 7 Unentschieden und 12 Niederlagen vor dem letzten Spieltag waren schlussendlich zu wenig um die Klasse zu halten. Mit 28 geschossenen Toren hat man zudem über den Saisonverlauf hinweg die sparsamste Offensive auf Seiten des SV Leobendorf, was mitunter als Mitindiz zu sehen ist. Doch mit einer noch immer jungen Mannschaft kann der Lokalrivale des SV Laufen in der neuen Saison in der A-Klasse sicherlich wieder ein gewichtiges Wörtchen um den Wiederaufstieg mitsprechen.
Der SV Laufen ganz anders: Sie spielten eine sensationelle Aufstiegssaison und werden die Saison definitiv nach 38 Pluszählern auf dem 4. Rang im Endklassement beenden. Das erfahrene Team von Trainer Hermann Lindner verstand es im Saisonverlauf immer wieder in wichtigen Spielen die Punkte einzufahren und dabei starke Konkurrenz wie beispielsweise aus Fridolfing, Piding oder auch Bischofswiesen hinter sich zu lassen und sogar Favoriten wie dem SV Oberteisendorf glatte sechs Punkte abzunehmen. Erstaunlich ist, dass der SV Laufen in keiner Statistik so wirklich heraussticht, sondern sich mehr als „Allrounder-Truppe“ in diesem Bereich versteht. Nichts perfekt, aber in vielem ziemlich gut.
Mit diesen Vorzeichen geht es nun zum Lokalderby nach Leobendorf. Um 15 Uhr am Samstag, den 2. Juni treffen die Teams aufeinander. Hier spricht die Statistik der letzten Derbys ab der Saison 2016/2017 eindeutig für die Gastgeber vom Samstag: 2:0, 5:0 und 0:2 aus Sicht des SV Leobendorf sind eine mehr als deutliche Sprache. Ob sich aber der SV Leobendorf aufgrund dieser Werte in die Favoritenrolle drängen lässt, kann mehr als bezweifelt werden, da der SV Laufen weit oben im Kreisklassenklassement steht. Beide Mannschaften können also befreit aufspielen, am Tabellenstand wird sich definitiv nichts ändern. Nur in der Derbystatistik – aber vielleicht sind Zahlen doch nur „Gekritzel“ auf dem Papier und ein vorerst letztes Lokalderby schreibt ihre eigene Geschichte und hat seine eigenen Regeln.
Samstag, 2. Juni um 15 Uhr in Leobendorf – ein Fixtermin für alle Fußballinteressierten der Stadtgemeinde Laufen. Eins sei versprochen: Man wird zahlreiche bekannte Gesichter sehen und mit Sicherheit nicht alleine irgendwo am Rand stehen müssen, denn Fußball verbindet nicht nur Bekannte, sondern macht auch Fremde zu Freunden.

Ob sich Tobias Stockhammer (SV Laufen) und Maximilian Schäfer (SV Leobendorf) wieder so in die Zweikämpfe stürzen werden, wo es eigentlich um nichts mehr geht, bleibt abzuwarten.
Foto: Christian Schmidbauer (Archiv SV Laufen)


